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Mit Hilfe eines durch Experimente kalibrierten Simulationsmodells des Wärmeeintrags durch die Laserstrahlung konnte das bei verschiedenen Laserleistungen PL, Spotdurchmessern dL und Vorschubgeschwindigkeiten vL erzielbare transiente Temperaturfeld simulativ abgebildet werden. Weil erst bei einer Temperatur von etwa 450 °C eine Reduzierung der Festigkeit von Titan auftritt, muss der Werkstoff über diese Temperatur erwärmt werden. Um Heißrisse im Werkstück zu vermeiden, darf die β-Transustemperatur (circa 950 °C) allerdings nicht überschritten werden. Die Vorschubgeschwindigkeit des Laserstrahls vL ist durch die maximale Vorschubgeschwindigkeit des Fräsprozesses f vorgegeben. Mithilfe des Simulationsmodells können nun die Laserparameter (PL und dL) bestimmt werden, um die erreichbare Durchwärmtiefe bei gegebener Vorschubgeschwindigkeit f zu ermitteln. Die axiale Zustellung ap wird dabei der simulativ bestimmten Durchwärmtiefe angepasst.
Ein Großteil der Wärme wird über den Span abgeführt
Ergänzend wurde der optimale Vorlauf des Brennflecks uW vor der unmittelbaren Zerspanungsstelle und dessen Abstand zur Kante uK ermittelt, um keine zusätzliche thermische Belastung des Werkzeugs durch direkte Bestrahlung, aber auch keine unnötige Erwärmung des Bauteils durch Abfluss der Wärme zu verursachen. Bild 3 zeigt schematisch die Ausrichtung des Laserbrennflecks zu Werkstück und Werkzeug. Im optimalen Fall wird der Werkstoff erwärmt und anschließend ohne Wärmeeintrag ins Bauteil sofort im entfestigten Zustand abgehoben.
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