Bei der Umrüstung von sechs Produktionshallen am Standort Marktoberdorf hat Landtechnikhersteller Fendt die Leistungsfähigkeit von LED-Technologie konsequent ausgeschöpft. Das Unternehmen spart nun über eine Million Kilowattstunden Strom jährlich und hat gleichzeitig die Lichtqualität erhöht.
Bestes Licht für höchste Qualität im Traktorenwerk von Fendt.
(Bild: Fendt)
Effiziente Technologien zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit – rentabel und nachhaltig: Mit diesem Anspruch hat sich Landtechnikhersteller Fendt als beliebteste Marke bei Landwirten etabliert. So zukunftsweisend und solide wie das renommierte Variogetriebe, das Herzstück jedes Fendt Traktors, ist Fendt auch in Sachen Nachhaltigkeit aufgestellt. Schwerpunkte liegen dabei unter anderem auf Energieerzeugung und -verbrauch, die in vier Schritten – Messen, Vermeiden, Vermindern und Substituieren – kontinuierlich optimiert werden. So hat das Unternehmen beispielsweise die Firmengebäude energetisch saniert, nutzt Brunnenwasser zur Kühlung und arbeitet in der Produktion mit modernsten Technologien.
Jüngst wurde auch die Beleuchtung in sechs Hallen des Traktorwerks von konventionellen T5-Leuchtstoffröhren auf modernste LED-Technik umgerüstet. Dabei wurden innerhalb von nur vier Wochen 2.000 Alt-Leuchten rückgebaut und entsorgt und 1.000 neue Hochleistungs-LED-Strahler samt digitalem Steuerungssystem in Betrieb genommen. „In dieser Konsequenz ein absoluter Benchmark – das wurde uns beim Tüv-Energieaudit attestiert“, sagt Manfred Ernst nicht ohne Stolz. Er ist bei Fendt unter anderem für das Nachhaltigkeitsmanagement im Traktorwerk verantwortlich und hat das Projekt mit der Schahl LED Lighting GmbH umgesetzt. Schon im Jahr zuvor hatten die Lichtspezialisten mit der Fendt Haustechnik andere Hallen auf intelligent gesteuerte LEDs umgerüstet. „Bis dahin stammte unsere Lichttechnik aus der Zeit des Neubaus des Traktorwerks von 2012. Damals gab es noch wenig Erfahrung mit LED-Technik. In den letzten Jahren hat sich die Effizienz allerdings verdreifacht und der Preis halbiert. Zeit, zu handeln und die restlichen Hallen und Unternehmensbereiche umzurüsten.“
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Simultane Qualitätskontrolle und optimierte Logistik
Die Anforderungen seitens Fendt waren komplex: Nicht nur sollte die Umrüstung innerhalb der vier Wochen Betriebsferien über die Bühne gehen, das gesamte System sollte bei Inbetriebnahme auch fertig programmiert sein und eine Wirksamkeitskontrolle bereits hinter sich haben. Gleichzeitig wurde die Akzeptanz der Lichtqualität seitens der Belegschaft geprüft. „Das musste alles simultan ablaufen“, erzählt Erich Obermeier, Geschäftsführer von Schahl LED. „Um alle Vorgaben zu schaffen, haben wir teilweise während des Prozesses spezielle Lösungen entwickelt. Zum Beispiel bei der Aufhängung der neuen SLH-Hallenstrahler: Damit das alte rund 6,5 Kilometer lange Schienensystem weiterverwendet werden konnte, haben wir eigens spezielle Stahlseile fertigen lassen“, so Obermeier weiter. Durch die optimale Aufhängung über alle Raumachsen wird nun eine perfekte blendfreie Optik erzielt – für Manfred Ernst ein wichtiger Faktor. „Wir haben rund 20.000 Besucher pro Jahr hier am Standort – Investoren, Stakeholder und Kunden. Für uns gehört ein konsequent hochwertiger Eindruck zum perfekten Fendt Markenerlebnis.“
Auch für eine optimale Montage-Logistik fand das Team von Schahl LED vor Ort eine individuelle Lösung und ließ die neuen Hallenstrahler in Chargen á 200 Stück anliefern. Die Leuchten wurden abschnittweise montiert, programmiert und in Betrieb genommen. So fand die Qualitäts- und Funktionskontrolle schon statt, während andere Bereiche noch umgerüstet wurden. Da jede Leuchte über das digitale Control Center rückverfolgbar ist, wurden dabei auch einzelne defekte Leuchten ausgetauscht.
Dynamische Echtzeit-Programmierung vor Ort
Wenn es um die intelligente Schahl-LED-Steuerung der LED-Strahler geht, ist Manfred Ernst begeistert. Bei dem System ist jede Leuchte mit einem Sensor für Tageslicht und Bewegung ausgestattet, wodurch eine sehr genaue Feinstellung möglich ist. Über das digitale Control Center werden die gewünschten Reaktionszeiten und Leuchtengruppen entsprechend der Bewegungsprofile programmiert, so dass wirklich immer nur so viel Beleuchtung an ist, wie notwendig – zu jeder Zeit. „Wir haben eine scharfe Einschaltzeit von 60 Sekunden getestet“, so Ernst. Das heißt: Erkennt der Sensor keine Bewegung oder Präsenz, dimmt die Leuchte runter, fährt aber bei erneuter Präsenz innerhalb von einer Sekunde wieder auf den voreingestellten Lichtwert hoch, und rechnet dabei automatisch den Tageslichteinfall mit ein. Das System arbeitet also ständig. „Bei Zwei- und Drei-Schicht-Betrieb, wie wir es hier haben, lohnt sich die dynamische Programmierung deutlich. Jetzt reguliert sich das System sogar in der 15-minütigen Brotzeit automatisch runter und abends muss keiner mehr einen Rundgang machen und prüfen, ob das Licht aus ist. Auch die Mitarbeitenden sind äußerst zufrieden.“
Maximale Energieeffizienz und optimaler Lichtkomfort
Gut eine Million Kilowattstunden Strom spart Fendt jetzt jährlich nur durch die Umrüstung des Traktorwerks, obwohl die Lichtstärke durchgängig von 300 bis 400 Lux auf mindestens 500 Lux bis teilweise auf 1.000 Lux angehoben wurde. Für die volle Wirkungskontrolle hatte Fendt im Vorfeld der LED-Umrüstung zusätzlich hochwertige Messtechnik installieren lassen. „Unser Ziel ist es, immer das volle Potenzial von Technologien auszuschöpfen und zukunftsfähig zu gestalten“, beschreibt Manfred Ernst die Firmenphilosophie. „Unser neues LED-System ist so dynamisch und flexibel, dass wir die Beleuchtung auch im Falle einer künftigen Hallen-Umnutzung beibehalten und anpassen können“, blickt er in die Zukunft. Dank der hohen Energieeinsparungen und eines Förderzuschusses des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in Höhe von 15 Prozent des Investitionsvolumens, rechnet sich die Zukunftsinvestition auch schnell.
Stand: 08.12.2025
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Doch mit der Übergabe der fertigen Hallenbeleuchtung an die Haustechnik ist das Thema LED-Umrüstung bei Fendt noch nicht abgeschlossen. Als nächstes werden rund 750 Leuchten in den Verwaltungs-, und mehr als 1.000 Leuchten in anderen Bereichen des Werks ausgetauscht. Um auch hierbei maximale Wirkung zu erzielen, hat Schahl LED zuvor zwei so genannte Pilotbereiche – ein Büro und ein Besprechungsraum – mit der geplanten Lichttechnik ausgestattet. „Wir wollten in der Live-Anwendung prüfen, ob die ambitionierten Einsparziele aus der Wirtschaftlichkeitsrechnung auch machbar sind“, so Manfred Ernst. Und tatsächlich: Die Wirkungskontrolle in den Pilotbereichen zeigt, dass nur noch sechs Prozent der bisherigen Energiemenge verbraucht werden. Noch einen Schritt weiter geht Fendt mit der Kopplung von Licht- und Klimatechnik in den Büros – eine Lehre aus der Covid-Zeit. Statt klassischer Lichtschalter gibt es künftig eine Raumsteuerung samt integriertem CO2-Sensor, die unter anderem Temperatur und Luftfeuchtigkeit misst. „Mit unserer LED-Umrüstung verbinden wir Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Mitarbeiterkomfort“, freut sich Manfred Ernst, „und setzen technologische Benchmarks.“