Hannover-Messe 2013 Leichte GFK-Brücken tragen den Siegerkranz in Sachen Ökobilanz

Redakteur: Peter Königsreuther

Am Hannover-Messestand von Fibercore Europe aus Rotterdam, erlebten die Messebesucher in Form einer hoch belastbaren und doch leichten Fußgängerbrücke, ihr ganz spezielles und farblich passendes „Blaues Wunder“.

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Simon de Jong, CEO von Fibercore Europe, auf seinem umweltschonenden "Blauen Wunder" aus glasfaserverstärktem Kunststoff.
Simon de Jong, CEO von Fibercore Europe, auf seinem umweltschonenden "Blauen Wunder" aus glasfaserverstärktem Kunststoff.
(Bild: Königsreuther)

Im Gegensatz zur Loschwitzer Brücke in Dresden, die aus vernieteten Stahlträgern besteht, wird die Fibercore-Struktur jedoch aus einem leichtgewichtigen GFK-Verbund (glasfaserverstärktem Kunststoff) gefertigt, wie Simon de Jong, der Geschäftsführer von Fibercore Europe erklärte.

GFK-Brücke spart 1300 und 2700 GJ an Energie ein

Besonders interessant war die Aussage, dass eine etwa 12 m lange Brücke aus GFK-Composite (Fibercore bezeichnet sie als FRP-Brücke – Fiberglass reinforced Polymer), im Vergleich zu einer Brücke aus Beton zwischen 1300 und 2700 GJ an Energie einspart, wie aus einer Untersuchung des internationalen Beraterbüros für nachhaltige Entwicklung (Beco) hervorgeht. Und auch bei den CO2-Äquivalenten schneide die FRP-Brücke mit 75 t am besten ab. Eine Konstruktion aus CFK zum Beispiel schlage mit 103 t zu Buche und bei Beton und Stahl lägen die Werte bei 145 t beziehungsweise 178 t.

Rotterdam hat aktuell 34 GFK-Brücken geordert

De Jong berichtete außerdem, dass die Stadt Rotterdam aktuell 34 Brücken geordert hat, um sich mit langlebigen, wartungsfreien Systemen auszurüsten. Weil die FRP-Brücken besonders leicht sind, benötigen sie keine teuren Fundamente, heißt es. Sie könnten auch so ausgelegt werden, dass sie per Auto befahrbar sind.

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