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Die skalierbare Hardware für Motion-Anwendungen eignet sich für komplexe Anwendungen mit bis zu 64 Achsen. Bei der beschriebenen Applikation wurden die Sollwerte für Bohrlöcher mit dem bewährten G-Code realisiert. Die Software Motionworks IEC und die Yaskawa-Toolbox erleichtern die Programmierung der Maschinensteuerung. Sie vereinen die fünf Programmiermöglichkeiten Kontaktplan (KOP), Funktionsbausteinsprache (FUP), strukturierter Text, Anweisungsliste (AWL) und Ablaufsprache in einem Entwicklerpaket und bieten eine Bibliothek mit einer stetig wachsenden Anzahl verschiedener Funktionsblöcke einer Motion Control. Die Steuerungen verfügen zudem über einen integrierten Webserver und sind mit den internationalen Netzwerkprotokollen wie Profibus oder Ethernet kompatibel.
Bohreinheit lässt sich auch nachrüsten
Die Zusammenarbeit zwischen den Experten für schnelles Bohren und den Automatisierungsspezialisten geht weiter und über die Resultate dürften sich Anwender aus der Holzbearbeitung freuen: Tool Drives bietet die schnelle Technik mittlerweile als kompakte Hochleistungs-Bohreinheit an, die sich nicht nur für den Einbau in neue Bearbeitungsmaschinen eignet, sondern sich auch in bestehenden Anlagen nachrüsten lässt (Bild 6). Der Bohrantrieb dieser High Speed Drilling Unit ist in X-, Y- und Z-Richtung verschiebbar. Diese Aufgabe übernehmen je nach Aufbau Sigma-7-Servomotoren oder Linearmotoren mit den passenden Verstärkern (Bild 7). Die Servoantriebe eignen sich für anspruchsvolle Positionieraufgaben und können Vibrationen im Betrieb automatisch unterdrücken. Zudem sind sie für eine lange Lebensdauer ausgelegt und arbeiten bei Umgebungstemperaturen zwischen 0 und 55 °C ohne zusätzliche Kühlung. Vorschub- und Drehzahl des Bohrerantriebs werden ebenfalls über Verstärker der gleichen Serie geregelt. „Hier nutzen wir ein Sigma-7-Doppelachsmodul“, ergänzt Meier. Die Steuerung von zwei Motoren über nur einen Verstärker ermöglicht Energieeinsparungen und der Platzbedarf sinkt.
Hochleistungsantriebe auch zum Fräsen nutzbar
Typische Einsatzbereiche für die schnelle Bohreinheit, die sich in praktisch jede Automatisierungsumgebung integrieren lässt, sieht Meier viele: „Holz- und Fensterbau können davon ebenso profitieren wie die Möbelindustrie. Die Hochleistungsantriebe lassen sich bei Bedarf zum Beispiel auch zum Fräsen nutzen, was weitere Einsatzbereiche erschließen wird.“ Kürzere Produktionszyklen und hoher Durchsatz bei großer Präzision sind schließlich in vielen Branchen der Holzbearbeitung erwünscht. Die perfekt aufeinander abgestimmten Antriebskomponenten der Bohreinheiten leisten dazu einen wichtigen Beitrag.
* Dipl.-Ing. Uwe Goldhorn ist Key Account Manager Drives Motion Controls Division bei der Yaskawa Europe GmbH in 65760 Eschborn, Tel. (0 61 96) 5 69-3 00, marketing@yaskawa.eu.com. Ellen-Christine Reiff, M.A. ist Fachjournalistin im Redaktionsbüro Stutensee.
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