Von Billigreifen überrollt Letzter deutscher Reifenrunderneuerer meldet Insolvenz

Quelle: Azur 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Reifen Hinghaus, der letzte deutsche Runderneuerer von Pkw- und Transporterreifen, ist an Billigimportreifen, hohen Energiepreisen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zerbrochen.

Aus für den Reifenrunderneuerer Reifen Hinghaus, der den Altreifen von King Meiler in bester Qualität einen zweites Leben eingehaucht hat. Das Unternehmen hat jetzt die Insolvenz angemeldet. Billigimporte und fehlende Unterstützung der Politik haben dazu geführt ...(Bild:  King Meiler)
Aus für den Reifenrunderneuerer Reifen Hinghaus, der den Altreifen von King Meiler in bester Qualität einen zweites Leben eingehaucht hat. Das Unternehmen hat jetzt die Insolvenz angemeldet. Billigimporte und fehlende Unterstützung der Politik haben dazu geführt ...
(Bild: King Meiler)

Wie viele andere Branchen stöhnt auch die europäische Reifenindustrie angesichts von Überregulierung, Bürokratie, Fachkräftemangel und hohen (Energie-)Preisen. Hinzu kommt eine Marktüberschwemmung durch Billig-Importreifen aus Fernost und mangelnder Unterstützung von Seiten der Politik – etwa durch angemessene Schutzzölle. Diese Mängel führen vermehrt zur Schließung deutscher Standorte von namhaften Reifenherstellern, wie man beklagt. Auch der bewiesenermaßen zukunftsfähige Markt für runderneuerte Reifen, die bei identischer Qualität, Sicherheit und Performance wie Neureifen klare ökologische und gesamtwirtschaftliche Vorteile bieten, leidet unter den Rahmenbedingungen. Mit Reifen Hinghaus musste aus den oben genannten Gründen jetzt auch der letzte deutsche Reifenrunderneuerer einen Antrag auf Insolvenz stellen. Geschäftsführer Mark Hinghaus-Kaul bedauert, die Insolvenz beantragen zu müssen, die auch von der erwiesenen Qualität der runderneuerten King-Meiler-Pkw- und Transporterreifen nicht aufgehalten werden konnte. Das Amtsgericht Osnabrück hat nun durch Beschluss vom 23. April 2024 Rechtsanwalt Dr. Peter Jacob aus Osnabrück zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. An einem Sanierungskonzept werde gearbeitet. Damit ist eine über 70jährige Unternehmensgeschichte an einem unschönen Wendepunkt angekommen. Immerhin: die vorläufige Insolvenz bedeutet für Mark Hinghaus-Kaul noch nicht unbedingt das Ende. Er strebe ein Verfahren in Eigenverwaltung an, in dem ein Investor gesucht werde.

(ID:50018734)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung