Das meiste ist weg! Sachsen-Anhalt wird niemals alle Leuna-Hilfen zurückbekommen

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Knapp 80 Millionen Euro muss Sachsen-Anhalt für den Notbetrieb des insolventen Chemiewerks von Domo in Leuna zahlen! Leider wird das ein Drauflegegeschäft ...

Damit das einst zum Domo-Konzern gehörende Leuna-Werk nicht wegen der Insolvenz abrupt die Produktion einstellen musste, hat das Sachsen-Anhalt zig Millionen an Hilfen aufgewendet. Wie sich jetzt herausstellt, kann man sich vom Großteil davon verabschieden ...(Bild:  Leuna-Werke)
Damit das einst zum Domo-Konzern gehörende Leuna-Werk nicht wegen der Insolvenz abrupt die Produktion einstellen musste, hat das Sachsen-Anhalt zig Millionen an Hilfen aufgewendet. Wie sich jetzt herausstellt, kann man sich vom Großteil davon verabschieden ...
(Bild: Leuna-Werke)

Von den zig Millionen, die das Land Sachsen-Anhalt für den Notbetrieb gezahlt hat, wird voraussichtlich nur einen Bruchteil wiederbekommen. „Von dem Geld werden wir nicht sehr viel wiedersehen“, kommentierte auch der Umwelt- und Energieminister Armin Willingmann (SPD) bei einer Sitzung des Umweltausschusses im Magdeburger Landtag. Man werde das Geld im Rahmen des Insolvenzverfahrens des Unternehmens Domo also anmelden. Die Vergangenheit habe aber gezeigt, dass aus der Insolvenzmasse in der Regel nur wenig Geld übrig bleibe. Willingmann betonte dabei, dass man keine andere Alternative gehabt habe: „So ein Unternehmen schaltet man nicht einfach ab, in dem man den Schlüssel umdreht und nach Hause geht.“ Ein ordnungsgemäßes Herunterfahren setze auch eine gewisse Witterung voraus: Je nach Gutachten zwischen neun und 18 Tagen mit Temperaturen über sechs Grad, heißt es da. Bei der Ersatzvornahme, bei der das Land das Geld für den Weiterbetrieb übernommen habe, sei es darum gegangen, die Gefahren für Menschen und Umwelt zu minimieren, damit, so Willingmann: „Uns die Bude nicht um die Ohren fliegt!“ Mit der Übernahme des belgischen Unternehmens durch eine neu gegründete Auffanggesellschaft zum 1. April sei auch die Ersatzvornahme beendet. Der Umweltminister geht davon aus, dass der Notbetrieb das Land rund 79,5 Millionen Euro kosten werde. Am Domo-Standort in Leuna wird vor allem Kunststoff hergestellt, der unter anderem in der Automobilindustrie sowie in der Elektro- und Elektronikbranche gebraucht wird.

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