Interview
Kreativität und Standards in der UX – ein Widerspruch?

Das Gespräch führte Sebastian Human 6 min Lesedauer

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Linda Schmidt ist als Head of UX bei Eplan unter anderem dafür verantwortlich, den UX-Bereich optimal in bereits bestehende Produktentwicklungsprozesse einzugliedern. Wir durften ihr ein paar Fragen zu Standards, Kreativität und vermeintlichen Widersprüchen stellen.

Im Bereich des UX-Designs existieren viele Normen und gleichzeitig spielt Kreativität eine große Rolle.(Bild:  Linda Schmidt/frei lizenziert /  Pixabay)
Im Bereich des UX-Designs existieren viele Normen und gleichzeitig spielt Kreativität eine große Rolle.
(Bild: Linda Schmidt/frei lizenziert / Pixabay)

Du hast eigentlich Industriedesign studiert und bist aktuell Präsidentin des Verband Deutscher Industrie-Designer. Bei der Eplan GmbH bist du als Abteilungsleiterin für das Thema User Experience zuständig. Wo kommen die beiden Themen, Industriedesign und UX, zusammen?

Die Erfahrung, die wir als Menschen mit unserer Umgebung, Produkten oder Software machen, unterscheidet nicht dahingehend, ob sie eine Industriedesignerin oder ein Digital Designer gestaltet hat. Menschen beurteilen nach ihrem eigenen Kontext, Zielsetzung und Erfahrung. Designer, die User Experience proaktiv formen und gestalten, stellen den Menschen in den Mittelpunkt und folgen dabei einem gemeinsamen Prozess, dem Human-Centered-Design-Prozess. Die Grundlage sind immer die Anforderungen der Anwender.