Ins Guinness-Buch gestromt E-Auto hat mit einer Ladung Rekord von 1.205 Kilometer geschafft

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde hat der US-Hersteller Lucid sicher, weil eins seiner Autos die Strecke von Sankt Moritz in der Schweiz über Österreich bis nach München gefahren ist.

Das ist das Elektromodell Air Grand Touring des US-amerikanischen Herstellers Lucid. Bei uns sieht man die Stromerboliden zwar eher selten, doch hat jüngst einer davon den bisherigen Streckenrekord mit nur einer Akkuladung mit über 160 Kilometern mehr geknackt ... (Bild:  Lucid)
Das ist das Elektromodell Air Grand Touring des US-amerikanischen Herstellers Lucid. Bei uns sieht man die Stromerboliden zwar eher selten, doch hat jüngst einer davon den bisherigen Streckenrekord mit nur einer Akkuladung mit über 160 Kilometern mehr geknackt ...
(Bild: Lucid)

Lucid kennt man in Deutschland kaum. Es gibt hierzulande auch nur knapp über 500 Elektroautos dieser Art und sie sind recht teuer. Das könnte sich ändern, denn ein Lucid hat nach Angaben des Herstellers nun eine Fahrtstrecke von 1.205 Kilometern mit nur einer Akkuladung geschafft. Zugegeben: Auf der Strecke ging es auch nicht selten nur bergab, denn Sankt Moritz liegt etwa 1.800 Meter und München circa 500 Meter über dem Meeresspiegel. Der tiefste Punkt der Fahrt lag übrigens am Bodensee (knapp 400 Meter über dem Meeresspiegel). Danach ging es aber bis zum Arlbergtunnel bergauf. Und zwar über 1.200 Meter, dann aber auch wieder runter, so der grobe Streckenverlauf. Das Guinness Buch der Rekorde bestätigte den Höchstwert in der Kategorie „Weiteste Reise eines Elektroautos mit einer Ladung“. Damit wurde der Rekord eines Mercedes (1.045 Kilometer) vom Juni in Japan in den Schatten gestellt. Im Alltag dürfte die Reichweite allerdings deutlich niedriger sein als auf der Rekordfahrt, wie Experten einwerfen.

Deshalb ist die Reichweite bei E-Autos nicht mehr so wichtig

Auf dem Messstand bringt es das Modell Lucid Air Grand Touring (Listenpreis etwa 130.000 Euro) mit seinen rund 620 Kilowatt (831 PS) zwar auf 960 Kilometer, doch in der Nutzerrealität dürften die Fahrstrecken noch niedriger sein. Und trotz aller Euphorie sehen Branchenexperten die Rekordfahrt eher als Nebensache. Sie behaupten nämlich, dass das diese Art von Rekordjagd zwar weiter geht, aber eine hohe Reichweite an Bedeutung verliert – zumindest in Deutschland. Denn das Ladesäulennetz inklusive Schnelllademöglichkeiten rückten diesen Aspekt aus dem Fokus der Fahrzeugbesitzer. Zum einen mache man nur wenige Langstreckenfahrten mit E-Autos und zum anderen dabei sowieso alle zwei bis drei Stunden eine Pause, in der man gut aufladen könne. Immerhin könnte der Erfolg das E-Auto-Geschäft generell ankurbeln. Und allgemein betrachtet hat sich die Reichweite von Elektroautos in den letzten Jahren deutlich erhöht.

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