Marketing
Made in Egal – vom Abschied eines Qualitätsmerkmals?

Ein Gastbeitrag von Stephan Beck* 7 min Lesedauer

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Digitale B2B Vertriebskanäle werden für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau überlebenswichtig. Denn „Made in Germany“ ist als Differentiator ebenso aus der Zeit gefallen wie Mettigel oder Wählscheibentelefone. KI und Copiloten können Abhilfe schaffen.

Eng verzahnt: Auch im Maschinenbau geht die Qualität der Produkte einher mit zielgruppenorientiertem Marketing. Künstliche Intelligenz (KI) kann dabei helfen.(Bild:  frei lizenziert / Unsplash)
Eng verzahnt: Auch im Maschinenbau geht die Qualität der Produkte einher mit zielgruppenorientiertem Marketing. Künstliche Intelligenz (KI) kann dabei helfen.
(Bild: frei lizenziert / Unsplash)

Wer sich mit Geschichte beschäftigt, kennt sicher das Foto des Zigarre rauchenden Ludwig Erhard – dem Architekten des deutschen Wirtschaftswunders. Stolz auf Qualität und Ingenieurskunst Made in Germany, Mettigel oder klobige Telefonapparate stammen aus der Nachkriegszeit. Doch die 1960er Jahre sind schon lange vorbei. Das Telefon ist smart, der Partysnack biovegan und unser Wirtschaftswunder braucht dringend mehr Schwung.

Neben der Automobilindustrie steht sicher der damit eng verbundene Maschinen- und Anlagenbau prototypisch für die ökonomische Stärke dieses Landes. Er ist eine der Erfolgsbranchen schlechthin im DACH-Raum, eine Geografie, die im klassischen B2B Umfeld historisch gesehen eine weltweit führende Rolle eingenommen hat(te). Unser Anspruch an Qualität war legendär, und jahrelang konnten Maschinenbauer verlässliches Wachstum und technische Innovationserfolge verzeichnen.