Metav 2012 MAG Europe will bis Ende 2012 einen Investor gefunden haben
Im Rahmen eines Bieterverfahrens, das von einem internationalen Investmenthaus durchgeführt wird, sucht MAG Europe einen potenten Investor. Wie auf der Metav 2012 bekannt wurde, rechnet die Geschäftsführung damit, dass bis spätestens Ende 2012 ein Eigenkapitalgeber gefunden ist.
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Spekuliert wird heftig, aber einen Investor für MAG gibt es noch nicht zu vermelden. „Es haben viele Interessenten bei uns angeklopft“, berichtet Rolf Rickmeyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der MAG Europe GmbH.
Aber entscheidend ist für ihn, dass seit Januar die Finanzierung für die nächsten drei Jahre gesichert ist. „Wir haben mit den Banken eine Avalfinanzierung über 250 Mio. Euro vereinbart.“ Daher könne man jetzt zügig, aber nicht hastig den nächsten Schritt machen. „Ich gehe davon aus, dass die Investorsuche bis spätestens zum Jahresende abgeschlossen sein wird“, meint Rickmeyer.
Investor solle für die Erhöhung der MAG-Eigenkapitalquote sorgen
Das Bieterverfahren wird von einem internationalen Investmenthaus durchgeführt. Dabei geht es nicht nur um die in einer Treuhandgesellschaft befindlichen Anteile von MAG Europe. „Ziel ist es, über die zu MAG Europe gehörenden Standorte hinaus die globale Aufstellung der Automotive-Sparte aufrechtzuerhalten und auch den Standort bei Detroit einzuschließen“, erklärt der MAG-CEO.
Der zukünftige Investor solle in erster Linie für die Erhöhung der Eigenkapitalquote sorgen. „Zudem wäre es ideal, wenn er uns beim Maschinenprogramm oder bei der regionalen Ausrichtung ergänzt“, beschreibt Rickmeyer den optimalen Käufer.
Hoher Auftragsbestand stimmt MAG-Management für 2012 optimistisch
Bereits durchgeführt hat MAG im vergangenen Jahr eine Reihe von Restrukturierungsmaßnahmen. „Wir waren nicht mehr mittelständisch aufgestellt“, konstatiert Rickmeyer. „Daher haben wir unsere Strukturen verschlankt und die Geschäftsführung reduziert.“
In Schwierigkeiten geraten ist der Werkzeugmaschinenhersteller, weil er von der Finanzierung nicht auf das enorme Wachstum eingestellt war. So stieg der Auftragseingang von MAG Europe 2011 um 58% auf 688 Mio. Euro. Rechnet man die im Mai 2011 erworbene französische Forest-Liné-Industries-Gruppe hinzu, sind es sogar 771 Mio. Euro, was einem Plus von 77% entspricht. Beim Ergebnis wurde jedoch ein Verlust im zweistelligen Millionenbereich eingefahren.
Weil der Auftragsbestand nach wie vor hoch ist, fällt der Ausblick auf das laufende Jahr positiv aus. „Wir erwarten für 2012 einen Umsatz von rund 650 Mio. Euro“, so Rickmeyer. Im vergangenen Jahr waren es 562 Mio. Euro. Zudem ist sich der Vorsitzende der Geschäftsführung sicher, dass man operativ wieder schwarze Zahlen schreiben wird.
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