Zulieferer Mahle und Hella veräußern BHTC-Anteile nach Taiwan

Von Sven Prawitz 1 min Lesedauer

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Vor vielen Monaten gab es bereits Gerüchte um einen Ausstieg von Mahle beim Gemeinschaftsunternehmen BHTC. Nun ziehen die beiden Anteilseigner einen Schlussstrich.

BHTC-Hauptsitz in Lippstadt.(Bild:  BHTC)
BHTC-Hauptsitz in Lippstadt.
(Bild: BHTC)

Die Automobilzulieferer Mahle und Hella veräußern ihre jeweiligen 50-Prozent-Anteile am Joint Venture Behr-Hella Thermocontrol (BHTC) an AUO Corporation. Laut Mitteilung beruht der Gesamtkaufpreis auf einem Unternehmenswert von 600 Millionen Euro. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der behördlichen Freigaben; der Abschluss soll bis Mitte 2024 erfolgen. AUO mit Sitz in Taiwan sei insbesondere auf Produkte und Lösungen für Display-Panels spezialisiert.

Initiiert worden seien die Gespräche vor dem Hintergrund einer Kontrollwechselklausel, nachdem Faurecia die Mehrheitsanteile an Hella übernommen hat. Bereits im Januar gab es Gerüchte um einen möglichen Verkauf von BHTC.

Fokus auf Kerngeschäft

Zum Portfolio von BHTC mit Hauptsitz in Lippstadt gehören Elemente zur Klimabedienung sowie Systeme im Bereich HMI (Human Machine Interface). Derzeit arbeiten für das Joint Venture weltweit etwa 2.900 Mitarbeiter. Der Umsatz im Jahr 2022 betrug knapp 620 Millionen Euro. Gegründet wurde BHTC 1999 als Joint Venture zwischen Behr (aufgegangen in Mahle) und Hella.

„Wir stärken vor allem unsere Fokussierung und Ressourcenallokation auf unsere Kerngeschäftsfelder Licht, Elektronik und Lifecycle Solutions“, sagt Michel Favre, der scheidende Vorsitzende der Hella-Geschäftsführung. „Mit dem Ausstieg aus dem Gemeinschaftsunternehmen setzen wir zugleich unser etabliertes Portfoliomanagement weiter fort..“ Ähnlich äußert sich Mahle-CEO Arnd Franz: „Wir konzentrieren uns darauf, unsere Transformation mit konsequenter Ausrichtung auf Elektrifizierung, Thermomanagement und Komponenten für Verbrennungsmotoren weiter zu beschleunigen.“

Paul Peng, Chairman und Group Chief Strategy Officer von AUO, ergänzt: „Vor dem Hintergrund des zunehmenden globalen Wettbewerbs und der Veränderung der Wertschöpfungsketten in der Branche bringt der Zusammenschluss von AUO und BHTC die jeweiligen Stärken beider Unternehmen optimal zusammen.“ Gemeinsam könne man wir die globalen Aktivitäten beider Unternehmen, die lokalen Produktionsstätten und die erstklassigen visionären Forschungs- und Ingenieurteams bestmöglich nutzen.

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