Mond und Stern im Aufwind Malaysia wird für deutsche Maschinenbauer zur China-Alternative

Quelle: VDW 3 min Lesedauer

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Nach Corona mit Lieferschwierigkeiten, Marktabschottung, et cetera, will sich die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie breiter aufstellen. Dabei rückt Malaysia in den Fokus.

In Malaysia ist man von der Qualität und dem Können deutscher Werkzeugmaschinen überzeugt. Das Land will sich außerdem weiterentwickeln. Das ist die Chance für deutsche Maschinenbauer, wie der VDW glaubt. Jetzt waren auch einige namhafte Unternehmen vor Ort.(Bild:  L. Hassonson)
In Malaysia ist man von der Qualität und dem Können deutscher Werkzeugmaschinen überzeugt. Das Land will sich außerdem weiterentwickeln. Das ist die Chance für deutsche Maschinenbauer, wie der VDW glaubt. Jetzt waren auch einige namhafte Unternehmen vor Ort.
(Bild: L. Hassonson)

Mit dem Symposium Innovationen in der Produktionstechnik – Werkzeugmaschinen aus Deutschland am 10. Juli 2024 in Kuala Lumpur unterstützte der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) seine Mitglieder, in neuen Wachstumsmärkten besser Fuß zu fassen. „Der malaysische Werkzeugmaschinenmarkt hat ein Potenzial von über 700 Millionen Euro“, betonte Klaus-Peter Kuhnmünch, beim VDW zuständig für die Organisation der Auslandssymposien. Aber bisher hat Deutschland nur einen Anteil um die 8 Prozent an den Einfuhren. Es sei also noch Luft nach oben ...

Acht deutsche Hightech-Unternehmen in Kuala Lumpur

Die malaysische Regierung will, dem Beispiel China folgend, mehr Wertschöpfung im eigenen Lande aufbauen und hochwertige Arbeitsplätze schaffen. In der Luft- und Raumfahrt, der Elektronik und Elektrotechnik sowie in puncto Medizintechnik und im Zuliefersektor in diesen Bereichen werden außerdem steigende Investitionen erwartet. Acht deutsche Hightech-Unternehmen nutzten deshalb das VDW-Symposium, um ihre Chancen in dem südostasiatischen Markt vor insgesamt 110 malaysischen Fachbesuchern auszuloten. Das waren DMG Mori, Chiron, Grob, Hermle, Index, Open Mind Technologies, Schütte und United Grinding. Darüber hinaus gab es parallel zu den Vorträgen noch 48 B2B-Meetings.

Malaysia bietet deutschen Maschinenbauern viel Positives

Die deutschen Maschinenbauer wollten außer ihrer Präsenz in China neue Standbeine in Asien aufbauen. Davon profitiert schließlich auch Malaysia, heißt es. Das Land gilt nicht zuletzt als politisch stabil und die Wirtschaft wächst. Dort profitiert man auch von hoher Rechtssicherheit und es liegt eine sehr gute Infrastruktur vor. Carl Martin Welcker, Geschäftsführender Gesellschafter der Alfred H. Schütte Werkzeugmaschinenfabrik, kommentiert: „Wir sehen das Potenzial in Asien und müssen Malaysia als hervorragenden Standort besetzen, um zu diversifizieren. Der Markt ist von asiatischer Seite hart umkämpft.“ Und Tara Meite, stellvertretende Geschäftsführerin der Deutsch-Malaysische Industrie- und Handelskammer in Kuala Lumpur wirbt dabei für ein Engagement im Land: „Die malaysische Industrie hat gut ausgebildete Fachkräfte. Diese können zügig für die Bedarfe deutscher Unternehmen umgeschult und eingesetzt werden“.

Deutsche Maschinenbauer bieten, was malaysische Anwender wollen

In 2023 wurden aus Deutschland nach Malaysia Maschinen im Wert von rund 42 Millionen Euro exportiert. Besonders gefragt seien Maschinen für umfangreiche und spezielle Anwendungen, die von keinem anderen Lieferanten erhältlich sind. „Das sind etwa Anlagen für die Fahrzeug- und Luftfahrtindustrie“, präzisiert Oliver Prpic, Geschäftsführer, Hermle SEA Co. Ltd, Thailand. Roland Merz, Sales Manager Asia, Chiron Group SE, Tuttlingen, ergänzt: „Die malaysischen Kunden schätzen an deutschen Werkzeugmaschinen die hohe Präzision, die Zuverlässigkeit sowie die Möglichkeiten für Sonderlösungen.“ Der höhere Preis im Vergleich zu den asiatischen Anbietern stehe der Nachfrage keineswegs im Wege.

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