Die Luft ist raus! Okamoto-Know-how macht dem verlustreichen „Luftschleifen“ ein Ende

Quelle: Okamoto 3 min Lesedauer

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Einer der größten Effizienzkiller beim Flachschleifen ist das sogenannte Luftschleifen. Doch Okamoto killt mit MAP Grinding den Killer ...

Das Flachschleifen ist vor allem bei großen Werkstücken durch sogenanntes Luftschleifen gekennzeichnet, das unnötig Zeit, Energie und damit Geld kostet. Okamoto Machine Tool hat jetzt aber mit MAP Grinding dem typischen Luftschleifen das Ende beschert ...(Bild:  Okamoto)
Das Flachschleifen ist vor allem bei großen Werkstücken durch sogenanntes Luftschleifen gekennzeichnet, das unnötig Zeit, Energie und damit Geld kostet. Okamoto Machine Tool hat jetzt aber mit MAP Grinding dem typischen Luftschleifen das Ende beschert ...
(Bild: Okamoto)

Beim Flachschleifen bezeichnet Luftschleifen gewisse Bewegungen der Schleifscheibe über dem Werkstück, bei denen aber kein Material abgetragen wird. Die Maschine arbeitet aber dennoch, sie verbraucht Energie und Zeit, ohne produktiven Effekt, wie Okamoto Machine Tools Europe erklärt. Besonders bei großen oder verzogenen Platten gibt es dann recht lange Leerwege, weil zunächst vom höchsten Punkt des Werkstücks bis zur eigentlichen Bearbeitungszone herunter geschliffen werden muss, wie es weiter heißt. Die Folgen sind verlängerte Bearbeitungszeiten, unnötiger Scheibenverschleiß, damit steigende Stückkosten und schwer kalkulierbare Zykluszeiten. Doch mit MAP Grinding hat Okamoto nun etwas entwickelt, was das Luftschleifen erstmals vollständig eliminieren kann, wie betont wird.

Okamoto halbiert Zeit fürs Flachschleifen großer Teile

Okamotos MAP Grinding basiert auf einem „intelligenten“ Zusammenspiel aus Messtechnik, NC-Logik und hochpräziser Achsmechanik, wie man erfahren darf. Der Prozess laufe auch vollständig automatisiert ab. Zunächst vermisst dazu ein taktiler Messtaster das Werkstück selbstständig. Die Maschine ermittelt währenddessen die tatsächliche Oberflächengeometrie, fixiert automatisch den Nullpunkt und identifiziert den höchsten Punkt des Bauteils. Mit den Daten erzeuge die Software ein optimiertes Schleifprogramm. Und der Materialabtrag beginne dann exakt an diesem höchsten Punkt des Werkstücks. Von dort arbeitet sich die Maschine schrittweise zu den nächsthöheren Bereichen vor, bis schließlich der niedrigste Punkt erreicht ist, so Okamoto weiter. Geschliffen werde dabei ausschließlich dort, wo tatsächlich Material abgetragen werden müsse. Erst wenn alle Höhenunterschiede ausgeglichen seien, schalte das System automatisch in den klassischen Pendelschliff.

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Im Endergebnis heißte die Vorteile: Keine Leerwege, kein Luftschleifen, kein unnötiger Zeitverlust. Und das gilt vor allem bei großen oder verzogenen Werkstücken, bei denen sich laut Okamoto mit MAP Grinding zwischen 40 und 60 Prozent der bisherigen Bearbeitungszeit einsparen lässt. Es reduziert auch die Maschinenlaufzeit und den Energiebedarf pro Bauteil. Auch der Verbrauch an Kühlschmierstoff sinkt so.

Effizientes Flachschleifen steht und fällt mit der Tischpositionierung

Eine zentrale Voraussetzung, um das MAP Grinding sinnvoll einzusetzen, ist die präzise Positionierbarkeit des Maschinentisches, sagt Okamoto. Letzteres werde aber durch eine servoelektrisch gesteuerte X-Achse mit Kugelumlaufspindel garantiert. Die Umlaufspindel wandle die Drehbewegung des Servomotors dabei in eine hochgenaue, spielfreie Linearbewegung um. So könne der Tisch auf Mikrometer genau positioniert und an jeder Messposition exakt angehalten werden. Hydraulisch angetriebene Tische sind laut Okamoto für dieses Verfahren ungeeignet, denn sie pendeln lediglich hin und her. Sie lassen sich nicht exakt positionieren und weisen systembedingt Drift und Totzonen auf. Für die automatisierte Vermessung und eine reproduzierbare Abtragsstrategie von MAP Grinding wäre die erforderliche Messgenauigkeit hydraulisch also nicht erreichbar.

Flachschleifprozesse ohne Spezialwissen sicher angehen

MAP sei dazu vollständig in die praxiserprobte iQ-Steuerung von Okamoto integriert, die einem klaren Bedienkonzept folge. Und das heißt, dass möglichst wenig Text, dafür maximale grafische Darstellung die Bedienung erleichtert. Prozessschritte, Messpunkte und Schleifstrategien werden folglich visuell gezeigt und sind damit intuitiv nachvollziehbar. Der Vorteil dabei sei, dass auch weniger erfahrene Anwender die Maschine in kürzester Zeit sicher bedienen und produktiv einsetzen könnten. Aufwendige Programmierkenntnisse oder tiefgehendes Schleif-Know-how sei also nicht erforderlich, was in Zeiten des Fachkräftemangels zu einem wichtigen Enabler für stabile Produktionsprozesse wird.

Sicheres Flachschleifen im mannarmen Betrieb möglich

Durch die automatische Vermessung, die sich selbst optimierende Schleifstrategie und die hohe Prozesssicherheit eignet sich MAP Grinding besonders für mannarmen Betrieb. Die Maschine arbeitet reproduzierbar, vermeidet Bedienfehler und liefert konstante Qualität – auch in Nacht- und Wochenendschichten. Damit wird die Schleifmaschine vom reinen Bearbeitungszentrum zum autonomen Prozessmodul, das Ausbringung steigert, ohne zusätzliches Fachpersonal zu erfordern. Mit MAP Grinding zeigt Okamoto also, wie sich der Mix aus smarter Messtechnik, präziser Mechanik und benutzerfreundlicher Steuerung zu einem echten Mehrwert für Schleifpraktiker entpuppt.

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