Mapal-Kundentage Mapal stellt Composites-Verarbeitung in den Mittelpunkt

Redakteur: Stéphane Itasse

„Die Bearbeitung von Composites ist völlig anders als das Bearbeiten von Metall“ war das Motto der zweiten Kundentage „Mapal Dialog“. Die Veranstaltung im Zeichen der neuen Leichtbauwerkstoffe stieß auf große Resonanz: Mehr als 170 Kunden und Interessenten konnten an den beiden Tagen begrüßt werden.

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Die Bearbeitung von Composites-Werkstoffe konnten die Besucher in Mapals Versuchs- und Entwicklungsabteilung sehen. (Bild: Mapal)
Die Bearbeitung von Composites-Werkstoffe konnten die Besucher in Mapals Versuchs- und Entwicklungsabteilung sehen. (Bild: Mapal)

Unter der Überschrift „Energieeffizienz, Leichtbau, neue Werkstoffe – zukünftige Herausforderungen an Werkzeughersteller“ begrüßten Dr. Dieter und Dr. Jochen Kress die Besucher, wie der Aalener Werkzeughersteller mitteilt. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie moderne Werkstoffe am produktivsten bearbeitet werden können.

Composites-Werkstoffe benötigen andere Zerspanungswerkzeuge als Stahl

Denn die modernen Leichtbauwerkstoffe, allen voran die Carbonwerkstoffe, verhalten sich in der mechanischen Bearbeitung völlig anders als die bisher verwendeten Stähle. Daher sind die Werkzeughersteller gefordert, sich aktiv einzubringen und prozessfähige und wirtschaftliche Bearbeitungswerkzeuge zu schaffen.

Zu Beginn referierte Remi Marc Stehle von Carbon Composite Technology über den Aufbau, die Strukturen und die Anwendungsbereiche von Faserverbundwerkstoffen. Dabei wurde die Vielfalt der Carbonwerkstoffe deutlich. Die automatisierte Produktion von Composite-Bauteilen stellte anschließend, Dr. Christian Boge, Vice President der MAG Composites Europe dar.

Unterschiede zwischen Stahl und Composites bei der Verarbeitung beherrschbar

In einem weiteren Vortrag veranschaulichte Dr. Peter Müller-Hummel, bei Mapal Senior Manager der Business Unit Aerospace & Composite, wie das Unternehmen in den letzten drei Jahren sein Prozessverständnis für die Bearbeitung von Composites und Materialverbundwerkstoffen aufgebaut hat. Die Unterschiede in der Bearbeitung von Composites und Stählen sind dabei enorm.

„Wenn man weiß, was zu tun ist, sind die Unterschiede gut beherrschbar“, so Müller-Hummel, und sieht beispielsweise in der irreversiblen Struktur der Composites die Chance, in einem Bearbeitungsgang durch sogenannte Einschuss-Werkzeuge die Bohrungen herzustellen. Bei Metallen wird die endgültige Kontur in der Regel durch mehrere Bearbeitungsschritte erarbeitet.

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