Wertschöpfungsketten Maschinenbau beim Supply Chain Management nur in der Regionalliga unterwegs
Ein wenig schmeichelhaftes Zeugnis stellt die aktuellen Supply-Chain-Studie Bestlogistics den deutschen Maschinenbauern aus, wenn es um das Thema Supply Chain Management geht. Zwar gebe es seitens der Unternehmen reichlich Lippenbekenntnisse, mit der konkreten Umsetzung von SCM hapere es aber beträchtlich.
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Das Ergebnis muss die Maschinenbauer ernüchtern: Mit ihren Produkten spielen sie meistens in der Champions League, für das Supply Chain Management (SCM) der Unternehmen reicht es aber oft nur für die Regionalliga. Bei der aktuellen Supply-Chain-Studie Bestlogistics der Umsetzungsberatung Bestgroup mussten sich die Maschinenbauer auf den hinteren Plätzen einsortieren.
Bei wichtigen Kennzahlen hinkt der Maschinenbau im Branchenvergleich hinterher
Bei den wichtigen Kennzahlen Bestandsreichweite, Lagerumschlag, Cash-zu-Cash-Zykluszeit und Wertschöpfung pro Mitarbeiter hängt der Maschinenbau im Branchenvergleich hinterher, heißt es in der Studie. Der Primus ist bei den meisten Kennzahlen die Automobilzuliefererindustrie. Um den besten Branchenwert über alle Industriesektoren zu erreichen, müssten die Maschinenbauer die Bestandsreichweite um über 80% senken.
Insgesamt sind in der Branche die gesamten Bestandsreichweiten in der Summe gestiegen, statt dass durch kooperative Zusammenarbeit die Bestände gesenkt worden wären, resümieren die Berater.
Enttäuschend, denn in den letzten sieben Jahren haben sich keine systematischen Verbesserungen in den Kennzahlen ergeben.
Kurzfristige Leistungssteigerungen sind schon wieder verpufft
Die Berater sprechen von einem Lippenbekenntnis des Maschinenbaus zum SCM. Großen Nachholbedarf sehen die Experten unter anderem beim Materiallagerbestand. Er ist bei den mittleren Betrieben um ein Viertel auf aktuell über 50 Tage gestiegen. Bei den besten Unternehmen ist der Materialbestand in den sieben Jahren um 40 % auf fast 25 Tage angewachsen.
Das Zeugnis der Berater fällt dementsprechend schlecht aus: Systematische Veränderungen hat es in den letzten Jahren im SCM nicht gegeben. Weder in den guten Jahren noch in der Krise sind nachhaltige Verbesserungen durchgeführt worden. 2009 führte zwar zu kurzfristigen Leistungssteigerungen, die aber schon wieder verpufft sind.
Die Studie beruht auf Informationen aus Geschäftsberichten. Im Maschinenbau unterscheiden die Autoren die Segmente Investitionsgüter und Komponenten.
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