VDMA Maschinenbau präsentiert Ideen für Elektromobilitäts-Infrastruktur

Redakteur: Stéphane Itasse

Für eine Umsetzung der Elektromobilität sind viele Branchen gefragt. Die Konzepte des Maschinenbaus standen im Fokus der Fachtagung „Infrastruktur Elektromobilität – Ein neues Geschäftsfeld für den Maschinen- und Anlagenbau“, veranstaltet vom E-Motive im VDMA und der DKE (Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE).

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Bernhard Hagemann, Leiter des Forum E-Motive im VDMA (links), und David Demmer, Adam Opel AG, weihen während der Fachtagung „Infrastruktur Elektromobilität – Ein neues Geschäftsfeld für den Maschinen- und Anlagenbau“ die Ladesäule des VDMA ein. (Bild: VDMA)
Bernhard Hagemann, Leiter des Forum E-Motive im VDMA (links), und David Demmer, Adam Opel AG, weihen während der Fachtagung „Infrastruktur Elektromobilität – Ein neues Geschäftsfeld für den Maschinen- und Anlagenbau“ die Ladesäule des VDMA ein. (Bild: VDMA)

Zukunftsweisende Lösungsansätze bieten zum Beispiel Batteriewechselanlagen und induktive Stromübertragung, wie sie für mobile Maschinen im Umfeld der Intralogistik bereits eingesetzt werden, wie der VDMA am Donnerstag mitteilt. Die 70 Branchenvertreter aus den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau, Automobilindustrie und Energieversorgung diskutierten intensiv über die aktuellen Trends und Technologien bei der Elektromobilitätsinfrastruktur.

Automation kann Elektromobilität zum Massenmarkt machen

Industrievorträge zum Beispiel zu kabellosem Laden und automatischen Parksystemen und elektromobiler Infrastruktur für den Massenmarkt boten die Basis für den vertiefenden Dialog im Rahmen der Podiumsdiskussionen. Hartmut Rauen, in der VDMA-Hauptgeschäftsführung zuständig für das Thema Elektromobilität unterstrich: „Hohe Kosten und geringe Reichweite gelten als Hauptprobleme für die Erreichung eines Massenmarkts in der Elektromobilität.“ Die Automation aus dem Maschinenbau könnte hier weiterhelfen.

Bernhard Hagemann, Leiter des Forum E-Motive im VDMA, erklärte in seinem Vortrag, wie ein System von modularen Multi-Use Batterien funktionieren könnte: „Die standardisierten Module werden durch Roboter passend zum Fahrzeugtyp gebündelt und eingebracht. Damit können mit ein und demselben Modul die unterschiedlichsten Fahrzeuge ausgerüstet werden: Vom Gabelstapler über den Reinigungsroboter bis hin zu fahrerlosen Containertransportern.“

Elektromobilität ermöglicht neue Geschäftsmodelle

Das Prinzip kann natürlich auch auf Autos angewendet werden. Batteriewechselsysteme eröffnen Chancen für vollkommen neue Geschäftsmodelle. So stehen dem Energieversorger derartige Batteriemodule als Netzpuffer und als Energieträger zum Verkauf von Strom zur Verfügung.

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