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Die Vielfalt der in der Anlage gefahrenen Produkte verlangt dementsprechend auch eine Flexibilität der Anlagensteuerung, mit der sich die jeweils notwendigen Anpassungen beziehungsweise Einstellungen vornehmen lassen. So können unterschiedliche Transporthöhen über das servogesteuerte Hubsystem des Shuttles sowie verschiedene Platinenübernahmepositionen über die Teleskopfunktion des Shuttles ausgeglichen werden. Alle werkzeugspezifischen Parameter können über Servoachsen frei programmiert werden und in der Steuerung hinterlegt und abgerufen werden.
Nach dem Wenden der Platinen werden sie über das Doppelfeedersystem direkt auf die Stapeltische gestapelt. Die Stapeltische sind dabei speziell für die Aufnahme der Formplatinen konzipiert. Diese Lösung richtet sich aber immer nach den jeweiligen Wünschen und Anforderungen des Anwenders und so kann beispielsweise auch in spezielle kundenseitige Gestelle gestapelt werden. Damit die Stapelung gleichmäßig und lagerichtig verläuft, können verschiedene Zentrierungen auf den Tischen angebracht werden, durch die die Gestelle fixiert werden. Die hier beschriebene Anlage bei einem großen Automobilzulieferer ermöglicht durch zwei Stapeltische, auf denen im Wechsel gestapelt wird, eine unterbrechungsfreie Stapeloperation.
Vollautomatischer Toolingwechsel erledigt Werkzeugwechsel einfach und schnell
Will der Anwender ein anderes Produkt fahren, so kann er auf einen vollautomatischen Toolingwechsel setzen, der den Werkzeugwechsel einfach und schnell vornimmt. Dabei wird der neue Toolingsatz auf einem Rüstgestell vorbereitet und beim Werkzeugwechsel über einen Stapler in die Anlage gebracht. Der Toolingwechsel erfolgt dann einfach per Knopfdruck. Die hierzu verwendeten automatischen Kupplungen am Tooling wurden von GPA-Jakob entwickelt und sind durch ihren robusten Aufbau absolut presswerktauglich.
Das Saugertoolingsystem an dieser Anlage basiert auf Grundarmen, an die die entsprechenden Toolingelemente über Schnellspannsysteme befestigt werden. Damit werden die eigentlichen Toolingkosten auf ein Minimum reduziert, das Handling vereinfacht und die Flexibilität der Anlage wesentlich gesteigert.
Es versteht sich von selbst, dass eine derartige Anlage mit allen steuerungstechnischen Möglichkeiten ausgestattet ist. Wegen der Komplexität des Staplers wurde ein grafisch unterstütztes Diagnosesystem eingesetzt, das dem Bediener, gerade in der Anlaufphase der vollautomatischen Produktion, eine einfache Statuserkennung und Analyse der Anlage ermöglicht. Die Automation kann von einem entsprechenden Leitstand oder über ein transportables Bedienpanel mit Touchscreen - Funktion von unterschiedlichen Standorten aus bedient werden. Alle Antriebe sind hochdynamische Servoantriebe, die nach mathematischen Bewegungskurven, zum Beispiel einen Polynom fünften Grades, verfahren und somit einen sicheren Teiletransport gewährleisten.
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