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Im Rahmen des Verbundprojekts wurde in Kooperation mit dem Kunststofferzeuger BASF ein Polyamid entwickelt, das besondere Dichteigenschaften hat. Dieser technische Thermoplast kann somit hervorragend als dichtender Vorspritzling verarbeiten werden. Dieser Kunststoff stand zunächst für die Projektteilnehmer exklusiv zur Verfügung und wird nun von BASF unter dem Handelsnamen Ultramid Seal-Fit auf dem Markt vertrieben.
In einem weiteren Versuchsaufbau wurde die Möglichkeit eines nachträglichen Abdichtens undichter Hybridteile eruiert. Zur Anwendung kamen dabei duroplastische Vergussmassen auf Basis von Polyurethan, Epoxid, Silikon und Methacrylat. Die Dichtigkeit der nachbehandelten Verbindungen wurde analog zu den bisherigen Untersuchungen nach jedem der drei Klimawechseltests erfasst und bewertet. Dabei zeigte sich, dass der Verguss zu einer höheren Dichtigkeit des Verbundes führen kann.
Wenige Vergusssysteme hielten drittem Klimawechseltest stand
Außerdem offenbarten die Ergebnisse, dass nur wenige Vergusssysteme dem dritten Klimawechseltest standhielten. Die meisten Vergussmassen lösten sich dagegen vom metallischen Einlegeteil. Es kam zu Undichtigkeiten. Prinzipiell muss beachtet werden, dass einige Vergussmassen bei niedrigen Temperaturen verspröden. Diese duroplastischen Werkstoffe sind somit nicht in der Lage, auftretende Spannungen ausgleichen zu können.
Aufgrund der Ergebnisse, des zunehmenden Marktinteresses sowie neuer Entwicklungen im Bereich der Vergusstechnik hat das Kunststoff-Institut Lüdenscheid sich entschlossen, ein Verbundprojekt mit dem Namen Hotmeltverarbeitung anzubieten. Dieses Forschungsprojekt wird sich speziell mit der Verarbeitung und den Eigenschaften von thermoplastischen Vergusssystemen im Zusammenhang mit der Kapselung elektronischer Baugruppen und der Prozessführung beschäftigen.
Prozessführung beim Umspritzen hat großen Einfluss auf das Ergebnis
Weil aus der Erfahrung heraus sich die Prozessregelung beim Umspritzen von Metallteilen erheblich auf die Eigenschaften von Hybridteilen auswirkt, wurde der Einfluss der Verfahrensparameter auf die Dichtigkeit des Kunststoff-Metall-Verbunds ermittelt. Dazu bediente man sich der statistischen Versuchsplanung. Sie ermöglicht eine strukturierte Planung und Auswertung der Versuche und führt in der Regel zu einer Verringerung des Versuchsumfangs.
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