Lohndrehen Mehr bieten als Mitbewerber

Redakteur: Bernhard Kuttkat

Zuverlässigkeit, kurze Lieferzeiten und hohe Fertigungsqualität reichen heutzutage allein nicht aus, um als Lohnfertiger wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Weber Maschinenbau GmbH in Burladingen hat sich deshalb auf die Fertigung von Drehteilen aus schwer zerspanbaren Werkstoffen konzentriert und bietet ihren Kunden auch entsprechendes Prozess-Know-how.

Anbieter zum Thema

Der Preisdruck trifft uns nicht so hart, weil wir uns spezialisiert haben. Dadurch hält sich die Anzahl von Mitbewerbern in Grenzen“, sagen unisono Ralf und Karsten Weber, geschäftsführende Gesellschafter der Lohndreherei Weber Maschinenbau GmbH in Burladingen. Das Unternehmen fertigt vor allem Drehteile einschließlich Fräsarbeiten aus schwer zerspanbaren Edelstählen wie 43CrMo4 und 34CrMn V mit Durchmessern bis 800 mm und Längen bis 3000 mm. Das Teilespektrum umfasst Kurbelwellen, Transportrollen, Achsen für Schwerlastrollen, Oberteile- und Klemmteile für Rundtische sowie Werkzeugkörper für Sonderwerkzeuge. Die Losgrößen liegen zwischen 1 und 50 Stück.

Die Geschäfte laufen seit Jahren gut. Gearbeitet wird in drei Schichten. Als die Erweiterung der Fertigungskapazität anstand, wurde in neue CNC-Drehmaschinen investiert. Dabei setzte Weber ganz auf Maschinen der zur belgischen Haco-Gruppe gehörenden Produktionsstätte FAT S. A. in Breslau/Polen, hierzulande vertreten durch die in Willich ansässige WMS Werkzeugmaschinen Service und Vertriebs GmbH.

Weber Maschinenbau setzt auf polnische Drehmaschinen von FAT

So wurde im vergangenen Jahr eine FAT-CNC-Schrägbett-Drehmaschine FCT 700 A mit C-Achse, Zwölffach-Revolver mit angetriebenen Werkzeugen, Zwei-Stufen-Getriebe und Siemens-CNC beschafft und bereits in diesem Jahr eine weitere FAT-Drehmaschine gleichen Typs in Betrieb genommen. Die Maschinen sind per Netzwerk mit einem externen Programmierplatz verbunden. Einfache Teile werden von den Mitarbeitern direkt vor Ort programmiert.

„Unsere Kaufentscheidung mit beeinflusst hat die Tatsache, dass in unserem Betrieb bereits seit 2004 eine FAT-Drehmaschine FCT 700 zuverlässig in drei Schichten arbeitet“, erläutert Ralf Weber. Sein Bruder Karsten ergänzt: „Ausschlaggebend war auch das hohe Drehmoment von 3400 Nm an der Hauptspindel der Maschinen, denn damit können beim Schruppen schwer zerspanbarer Werkstoffe hohe Zerspanraten realisiert werden. Und unser Geld verdienen wir nun einmal hauptsächlich an der Schneide.“

Viel Lob für kurze Lieferzeit und kundenorientierten Service

Nicht minder wichtig für die Firmenchefs war die kurze Lieferzeit. Lobend äußern sie sich über den kundenorientierten Service, der auch für prozesstechnische Probleme jederzeit zur Verfügung steht. Vor allem dann, wenn ein schwer zerspanbarer Werkstoff erstmals bearbeitet wird, „tasten“ sich die Weber-Zerspantechniker an das Optimum heran. „So haben wir für einen Auftrag Zerspanversuche gefahren, um die Prozessparameter hinsichtlich Kosten und Qualität zu optimieren. Das kostet uns zwar Zeit und Geld, bindet aber mit hoher Wahrscheinlichkeit den Kunden für Folgeaufträge“, weiß Ralf Weber. Diese Strategie hat sich bewährt, denn immerhin sind 70% Wiederhol-Aufträge.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:246363)