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Open Mind

Mehr Leistung beim Schlichten und Schruppen

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Eine Besonderheit: Für diese Schlichtstrategie entwickelte Open Mind ein spezielles Werkzeug – den konischen Tonnenfräser. Seine Geometrie weist einen sehr großen Radius von bis zu 1000 auf, weshalb beim Schlichten enorm große Zeilensprünge möglich sind. „Bei Testwerkstücken weisen wir regelmäßig Zeitreduzierungen von 70 bis 90 % gegenüber dem Einsatz von klassischen Kugelfräsern nach“, erklärt Lehmann. Reiffer bestätigt die Erfahrung der Open-Mind-Mitarbeiter mit einem Beispiel, in dem die Schlichtzeit von 90 auf 15 Minuten reduziert werden konnte.

Bearbeitungszeit sinkt von 90 auf 15 Minuten

Reiffer berichtet: „Wir haben aktuell ein Bauteil mit 155 mm tiefen Taschen und senkrechten Wänden gefertigt. Bis vor Kurzem hätten wir diese mit einem 12-mm-Kugelfräser abgezeilt, was rund 90 Minuten Bearbeitungszeit in Anspruch genommen hätte. Mit dem neuen Verfahren und einem Tonnenfräser mit 500 mm seitlichem Radius – an der Spitze hat das Werkzeug einen Radius von 4 mm – dauerte das Schlichten nur 15 Minuten. Die Oberflächenqualität lag in beiden Fällen bei Rz = 3,2 µm.“

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Die Zeitersparnis ist in erster Linie auf die großen Zeilensprünge des Tonnenfräsers von 4 mm beim finalen Schlichtdurchgang zurückzuführen, während beim Kugelfräser mehr als das Zehnfache an Zeilen im Abstand von 0,35 mm notwendig gewesen wäre.

Mit neuen Schruppstrategien 2D-Bauteile schneller bearbeiten

Zeitsparend ist dabei übrigens auch das Programmieren: Der Aufwand zum Erstellen eines Schlichtbearbeitungsprogramms für eine solche Tasche mit dem Kugelfräser liegt bei etwa 20 Minuten, während sich die Bearbeitungen für das „Fünf-Achs-tangentiale Ebenenschlichten“ in fünf Minuten programmieren lässt.

Das Performance-Paket von Open Mind bietet auch High-Performance-Cutting-Frässtrategien (HPC). Mit dem Schruppmodul in Hypermill Maxx Machining wird zum Beispiel durch intelligente Aufteilung von spiralförmigen und trochoidal-ähnlichen Werkzeugwegen sowie mithilfe der dynamischen Anpassung des Vorschubs an die jeweiligen Schnittbedingungen ein maximales Zeitspanvolumen erreicht.

Die Technik ist für alle Bearbeitungsarten einsetzbar – also für 2D-, 3D- oder Fünf-Achs-Operationen. Die Heggemann AG profitiert sehr davon. „Am häufigsten nutzen wir das Schruppmodul für 2D-Bauteile, weil wir diese bauteilbedingt oft mit der gesamten Schaftlänge des Werkzeugs bearbeiten können. In vielen Fällen sind wir damit zwei- bis dreimal so schnell und haben gleichzeitig weniger Werkzeugverschleiß zu verzeichnen“, berichtet Reiffer.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist für Heggemann die überaus gute Zusammenarbeit mit Open Mind. „Wir erhalten einen sehr guten Service. Auf unsere Fragen bekommen wir entweder telefonisch oder per E-Mail unverzüglich Antwort und wenn es mal brennt, kommt ein Anwendungstechniker vorbei, um die Probleme direkt zu lösen“, so der Fertigungsleiter. MM

* Peter Klingauf ist Fachjournalist in 86157 Augsburg. Weitere Informationen: Open Mind Technologies AG, 82234 Wessling

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