Human Error Menschliche Fehler in der Produktion sind vermeidbar
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Ob Tschernobyl, gestrandete Öltanker oder Chemieunfälle wie damals in Bhopal: menschliche Fehler sind oft die Ursache für Unfälle in der Chemie- oder Energie-Branche. Die Entstehung dieser Fehler ist meist eine Situation, in der die Technik den Menschen im Stich lässt, ihn schlecht informiert oder mit Alarmen überschüttet. An dieser Stelle sollten Unternehmen deshalb ansetzen.
Geschätzt zwischen 70 und 90 Prozent aller Industrieunfälle entstehen durch menschliches Fehlverhalten ‒ und das nicht erst in neuerer Zeit. Dieser erschreckend hohe Prozentsatz war schon 1931 zu beklagen. Der bekannte Pionier auf dem Gebiet der Unfallursachenforschung, W.H. Heinrich, hat damals erstmals tausende Unfälle ausgewertet und eine Quote von 88 Prozent ermittelt, die menschliches Versagen als Ursache hatten.
Die Zahlen variieren je nach Branche. So liegen sie im Baugewerbe besonders hoch (95 Prozent), aber auch Unfälle bei Flügen, in Atomkraftwerken, in der Schifffahrt oder Pharmaindustrie haben zu 66 bis 90 Prozent ihre Ursache in menschlichen Fehlern. Die größten durch Fehlverhalten ausgelösten Katastrophen waren beispielsweise die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl, die Zerstörung der Ölbohrplattform Deepwater Horizon und wahrscheinlich auch die Explosion im Hafen von Beirut 2020. Aber auch der Großbrand im Hamburger Hafen im August 2025 ist wohl auf unsachgemäße Lagerung von Lachgas zurückzuführen.
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