Wackelstandort Mercedes-Werk Ludwigsfelde macht Sorgen

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Angesichts befürchteter Einschnitte für das Mercedes-Werk in Ludwigsfelde schaltet sich nun Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach ein, wie die dpa meldet ...

Der klare Blick auf das Mercedes-Werk Ludwigsfelde, wo rund 2.000 Mitarbeiter beschäftigt sind, von oben. Von unten her trübt sich das Bild allerdings, denn die Beschäftigung ist nur noch bis 2029 gesichert. Jetzt soll es bald die ersten konkreten Aussagen über die Zukunft geben.(Bild:  dpa)
Der klare Blick auf das Mercedes-Werk Ludwigsfelde, wo rund 2.000 Mitarbeiter beschäftigt sind, von oben. Von unten her trübt sich das Bild allerdings, denn die Beschäftigung ist nur noch bis 2029 gesichert. Jetzt soll es bald die ersten konkreten Aussagen über die Zukunft geben.
(Bild: dpa)

Der SPD-Politiker Steinbach sagte mit Blick auf die Probleme im Mercedes-Werk Ludwigsfelde der dpa: „Ich will direkten Kontakt mit der Konzernleitung in Stuttgart aufnehmen.“ Laut IG Metall ist ab dem Jahr 2030 ein Stellenabbau in dem Werk mit um die 2.000 Beschäftigten zu befürchten. Dort werden die Mercedes-Sprinter produziert. Wie genau es aber 2030 weitergehe, scheine man noch nicht zu wissen. Man muss nun gemeinsam mit den Gewerkschaften helfen, Mercedes davon zu überzeugen, bereits heute ein klares und belastbares Konzept für Ludwigsfelde jenseits von 2030 zu entwickeln, fordert der Wirtschaftsminister. Bis Ende 2029 ist laut Mercedes im Werk eine Beschäftigungssicherung vereinbart. Im Werk sei dazu eine Taskforce eingerichtet. Mercedes in Stuttgart verwies darauf, ein Zukunftsszenario nur gemeinsam mit der Mitarbeitervertretung zu entwickeln. Die Frage nach einem Stellabbau lies Mercedes unbeantwortet. Im Werk Ludwigsfelde wird aber zusätzlich eine sogenannte Anlauffabrik für bestimmte Elektrotransporter in der Van-Sparte eingerichtet, heißt es unter anderem.

Am 15. November soll Tacheles geredet werden

Außerdem plane das Unternehmen, am Standort ein Kompetenzcenter für sogenannte e-Van-Individualisierungen zu etablieren. Weil der neue vollelektrische Lieferwagen Sprinter von Mercedes aber nicht in Ludwigsfelde gebaut werden soll, ist ein Stellenabbau zu befürchten, leitet der erste Bevollmächtigte der IG Metall Ludwigsfelde, Tobias Kunzmann, ab. Er rechnet damit, dass es ab 2030 Arbeit für ein paar hundert Beschäftigte geben könnte. Kunzmann sagte, dass die Zahl der Beschäftigten auf 500 sinken könnte. Am 15. November will sich die Geschäftsführung laut Gewerkschaft den Fragen der Belegschaft stellen. Unzufriedene Stimmen seien aber demnach bereits jetzt zu hören, weil man sich in einer Hängepartie sieht. Der Autobauer erlitt im dritten Quartal wegen der Schwäche auf dem wichtigen chinesischen Markt einen Gewinneinbruch. Mercedes produziert Pkw, Vans und Komponenten in Deutschland, Ungarn, Rumänien, Spanien und Polen.

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