KI-Projekt Meta will mit riesigen Rechenzentren an die KI-Spitze kommen

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Rechenzentren, die den Kernteil von Manhattan ausfüllen könnten! Das ist die Vision, mit der der Facebook-Konzern Meta beim Thema künstliche Intelligenz (KI) bald die Nase vorn haben will ...

Mark Zuckeberg hat mit der Vision aufhorchen lassen, mit gigantischen Rechenzentren in den USA an die Spitze der KI-Player zu rauschen. Hier mehr zu allem ...(Bild:  AP)
Mark Zuckeberg hat mit der Vision aufhorchen lassen, mit gigantischen Rechenzentren in den USA an die Spitze der KI-Player zu rauschen. Hier mehr zu allem ...
(Bild: AP)

„Um Meta an die Spitze der KI-Unternehmen zu katapultieren, werden wir Hunderte von Milliarden Dollar investieren, schrieb Meta-Chef Mark Zuckerberg auf der Online-Plattform Threads. Für dieses Jahr veranschlagte Meta, wie es weiter heißt, bisher schon Investitionen von über 70 Milliarden Dollar. Eine erste neue Anlage mit dem Namen Prometheus (hoffentlich geht das auf Lange Sicht nicht auf die Leber) soll demnach 2026 ans Netz gehen, kündigte Zuckerberg dabei an. Und ein weiteres titanenartiges Vorhaben namens Hyperion werde in der letzten Ausbaustufe in einigen Jahren bis zu fünf Gigawatt Energie brauchen. Mit der dafür benötigten Energie könnte man nach Schätzungen von Experten aber auch vier Millionen durchschnittliche US-Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgen. Zuckerberg ist Medienberichten zufolge außerdem unzufrieden mit dem Tempo, mit dem Meta bei der Entwicklung leistungsstarker KI vorankommt. Wie es weiter heißt, erwägt Meta dabei, sich vom bisherigen KI-Modell Behemoth (Ungeheuer) zu verabschieden. Das wäre aber merkwürdig, denn bisher beharrte Meta darauf, dass solch quelloffene KI-Programme sich am Ende gegen die Konkurrenz durchsetzen würden.

Meta lockt schon verstärkt KI-Experten ins Haus

In den vergangenen Wochen gab der Konzern außerdem viel Geld aus, um Spitzenexperten der Branche anzulocken. Darunter ist auch ein ranghoher KI-Entwickler von Apple, den Meta dem Finanzdienst Bloomberg zufolge mit einem 200 Millionen Dollar schweren Vergütungspaket lockte. Gleichzeitig verpflichtete Zuckerberg als KI-Chef den 28-jährigen Alexandr Wang, der ein Mitgründer von Scale AI ist, wo Meta auch für 14,3 Milliarden Dollar mit einem Anteil von 49 Prozent eingestiegen ist. Meta will bei Künstlicher Intelligenz offensichtlich in vorderster Reihe unter anderem mit dem „ChatGPT“-Entwickler „OpenAI“ konkurrieren. Aber auch Elon Musks KI-Unternehmen „xAI“ will nicht zuletzt viele Milliarden Dollar für Rechenzentren in die Hand nehmen. Beim Musk-Player wird unter anderem der KI-Chatbot Grok entwickelt, der aber zuletzt auch für einen Eklat wegen antisemitischer Äußerungen sorgte. Nach der heftigen Kritik führte „xAI“ diesen Fauxpax schließlich auf ein misslungenes Update zurück und entschuldigte sich.

Meta muss sich Klage über Datenmissbrauch stellen

Erstmal aber muss sich der Meta-Vorstand, darunter auch Zuckerberg, ab heute vor einem Gericht im US-Bundesstaat Delaware verantworten. Außer Zuckerberg sollen mehrere Führungskräfte aussagen. Geklagt hatten drei Kleinaktionäre des Facebook-Mutterkonzerns. Sie werfen den Meta-Bossen nämlich vor, dass ihr Missmanagement im Vorstand direkt für Milliardenstrafen verantwortlich war. Facebook musste die Strafe im Zuge des Skandals um Cambridge Analytica zahlen. Das soziale Netzwerk hatte Millionen Nutzerdaten über eine Drittanbieter-App an das Forschungsunternehmen Cambridge Analytica weitergegeben. Es ist laut Medienberichten das erste Mal, dass eine Klage über die Schuld eines Vorstands an einem Unternehmensskandal verhandelt wird, denn in Delaware werden die meisten derartigen Klagen schnell abgewiesen. Die Kläger behaupten demnach, dass die Meta-Manager eine Datenschutz-Vereinbarung mit der Handelsbehörde Federale Trade Commission (FTC) von 2012 ignoriert hätten und zu lax mit Datenschutzregeln umgegangen seien.

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