Einschätzungen Ostdeutschland genießt Standortvorteile im Vergleich zum Westen

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Die Metall- und Elektroindustrie im Osten hat nach Einschätzung des Thüringer Arbeitgeberverbandes Standortvorteile im Vergleich zu den alten Bundesländern ...

Attraktiver Osten. Im letzten Jahr haben sich Metall- und Elektrosektor in Ostdeutschland stabiler entwickelt als im Westen. Das hat seine Gründe ...(Bild:  G. Herdes)
Attraktiver Osten. Im letzten Jahr haben sich Metall- und Elektrosektor in Ostdeutschland stabiler entwickelt als im Westen. Das hat seine Gründe ...
(Bild: G. Herdes)

Der Thüringer Arbeitgeberverband hat mit Blick auf Ostdeutschlands Metall- und Elektrounternehmen analysiert, dass etwa die Kostenstruktur wettbewerbsfähiger ist als jene im Westen. Das äußerte jedenfalls der Geschäftsführer des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie, Matthias Kreft, gegenüber der dpa in Erfurt. Für ihn seien vor allem die Arbeitszeiten in der Branche, die in den ostdeutschen Bundesländern bei in der Regel 38 Stunden liege, ein Vorteil. Denn in Westdeutschland seien es nur 35 Stunden. In den neuen Bundesländern kämpfe man außerdem auch mit den Problemen in der Automobilbranche, doch der Rückbau in Sachen Standortverkleinerungen und -schließungen liefe gedämpfter als im Westen. Das ist der Grund, warum Kreft mit mehr Investitionen in den Regionen rechnet.

Öffentliche Aufträge stärken Ostdeutschland den Rücken

Große Erwartungen hegen die Arbeitgeber im Osten, mit Blick auf die angekündigten Reformen der Bundesregierung. Es fehle aber aus Sicht der Unternehmen eine wirtschaftspolitische Linie – vor allem ein energiepolitisches Konzept. Potenzielle Investoren brauchten schließlich endlich wieder eine verlässliche Kalkulationsgrundlage. Kreft: „Wir hoffen, dass die Bundesregierung derartige Reformen bis zum Sommer beschließt.“ Was man noch wissen sollte: Thüringens Wirtschaft blieb 2025 relativ stabil. So stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,4 Prozent, bundesweit aber nur um 0,2 Prozent (Statista). Die Entwicklung wurde aber vor allem durch öffentliche Aufträge getrieben. Und das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) rechnet in diesem Jahr in Osten auch wieder mit einem im Vergleich zum Bundesdurchschnitt leicht steigenden Wirtschaftswachstum. Die Prognose lautet 0,7 Prozent respektive 0,6 Prozent.

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