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Typischerweise besteht eine solche Insulinpumpe aus einer verkleinerten Spritzenpumpe, bei der eine befüllte Spritze automatisch mithilfe eines Antriebs ausdrückt wird. Auch hier geht der Trend zu immer kleineren Systemen, die vor allem unauffällig getragen werden können. Ein Beispiel ist das Omni-Pod-System von Insulet. Die Spritzenpumpe ist gerade einmal 41 mm × 62 mm × 17 mm groß bei nur 34 g Gewicht. Da sie wie ein Pflaster direkt auf die Haut aufgeklebt werden kann, entfällt der Infusionsschlauch komplett.
Neue Dosierkonzepte erfordert Mikrodosiersysteme
Allerdings sind der weiteren Verkleinerung von Spritzenpumpen technische Grenzen gesetzt. Aus diesem Grund rücken auch hier neuartige Dosierkonzepte in den Fokus. Einen möglichen Ansatz bilden alternative, extrem verkleinerte Pumpentypen, wie sie beispielsweise in der noch nicht kommerziell verfügbaren Insulinpumpe Jewel-Pump von Debiotech zum Einsatz kommen.
Das Herzstück der nur 60 mm × 40 mm × 13 mm großen und 22 g schweren Jewel-Pump bildet ein pumpender Mikrochip aus Glas und Silizium, der kleiner als eine Fingerkuppe ist und piezoelektrisch angetrieben wird (Bild 3). Der Chip enthält im Wesentlichen eine Mikromembranpumpe und kann Insulinmengen bis auf 200 nl genau dosieren. Als Sicherheitsfunktion wird jeder Pumpenschlag kontrolliert, um beispielsweise Verstopfungen der Infusionsnadel frühzeitig zu erkennen. Zusätzlich wird die Temperatur im Gerät überwacht, um rechtzeitig auf eine mögliche Insulinverschlechterung hinzuweisen.
Kabellose Steuerung der Dosierung über PDA-ähnliche Geräte
Ein gemeinsames Merkmal aller neuen Insulinpumpen ist die kabellose Steuerung der Dosierung über PDA-ähnliche Geräte. Verschiedene Hersteller wie Medtronic oder Animas bieten mittlerweile sogar Sensoren an, die permanent den Blutzucker messen und ebenfalls kabellos mit dem Steuergerät kommunizieren.
Der Anwender erhält so Echtzeitinformationen über seinen Blutzuckerspiegel und kann die Insulinabgabe der Pumpe entsprechend einstellen. Letztendlich schließt der Anwender somit über das Steuergerät den offenen Dosierregelkreis aus Physiologie, Blutzuckersensor und Insulinpumpe. Ob zukünftige intelligente Steuergeräte diese Aufgabe direkt übernehmen werden, bleibt abzuwarten.
Lutschtabletten, die sich direkt im Mund auflösen, werden typischerweise als erstes mit Halsschmerzen in Verbindung gebracht. Allerdings ist die Aufnahme von Medikamenten über die Mundschleimhaut generell von Interesse. Gerade die Backenschleimhaut kann verschiedene Wirkstoffe besser aufnehmen und schneller dem Körper zur Verfügung stellen als dies durch das Schlucken einer Tablette erreichbar ist. Aufgrund der Lage im menschlichen Blutkreislauf wird zusätzlich ein vorzeitiges Herausfiltern von Wirkstoffen durch die Leber vermieden.
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