Zukunft Stahl

Milliardenverluste bei Thyssenkrupp – Joint Venture geplant

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Neues Geschäftsjahr, neue Chance für Thyssenkrupp ...

Im neuen Geschäftsjahr will Thyssenkrupp wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Dabei gehe das Management von einem anhaltend schwierigen konjunkturellem Umfeld aus. So erwartet das Unternehmen einen Jahresüberschuss im niedrigen bis mittleren 3-stelligen Millionen-Euro-Bereich. Das bereinigte Ebit soll auf einen hohen 3-stelligen Millionen-Euro-Betrag steigen. Den Umsatz sehe man leicht wachsen. Insbesondere Decarbon Technologies und Marine Systems sollen dazu beitragen. Die Aktie von Thyssenkrupp gewann bis gestern Mittag schon über 6 Prozent und führte die Gewinnerliste im „MDax“ an. Analyst Moses Ola von JPMorgan lobte in einer ersten Einschätzung die starken Barmittel des Industriekonzerns. Dem stünden allerdings unter den Erwartungen liegende Zahlen von Steel Europe gegenüber sowie hohe Wertberichtigungen für das Stahlsegment. Den Ausblick sah er im Rahmen der Erwartungen. Anteile an Thyssenkrupp Nucera gewannen knapp 3 Prozent. Das Unternehmen hatte am Vorabend Indikationen zum Geschäftsverlauf gemacht, jedoch noch keine Zahlen vorgelegt. Diese will der Börsenneuling am 18. Dezember veröffentlichen. Der Elektrolyseur ist den Angaben zufolge zum Ende seines Geschäftsjahres noch einmal gewachsen. Der Umsatz der Monate Juli bis September habe infolge der Abwicklung des großen Auftragsbestands stark zugelegt, hieß es. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei leicht positiv.

Auch das Marinegeschäft soll verselbstständigt werden

Für das Marine-Geschäft TKMS wird hingegen ebenfalls eine Verselbstständigung angestrebt. Diese sei als Ausgangspunkt für eine nationale und europäische Konsolidierung unerlässlich, sagte Vorstandsmitglied Burkhard. Dazu würden verschiedene Optionen geprüft. Ein Ergebnis gebe es auch hierbei noch nicht. Auch ein möglicher Einstieg des Staates werde von der Bundesregierung sondiert. Die Zahlen zum vergangenen Geschäftsjahr rückten ob der Gemengelage etwas in den Hintergrund. Unter dem Strich stand 2022/23 (per Ende September) ein Jahresverlust von rund 2 Milliarden Euro. Dabei belasteten Wertberichtigungen von rund 2,1 Milliarden Euro, insbesondere auf das Anlagevermögen der Tochter Steel Europe. Die Abschreibungen seien wegen des konjunkturbedingt eingetrübten Umfelds sowie höherer Kapitalkosten nötig geworden, heißt es. Thyssenkrupp hatte ursprünglich einen mindestens ausgeglichenen Jahresüberschuss in Aussicht gestellt, nach einem Gewinn von 1,2 Milliarden Euro ein Jahr zuvor. Aktionäre sollen aufgrund eines deutlich verbesserten Mittelzuflusses dennoch eine unveränderte Dividende von 15 Cent je

Aktie erhalten.

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