Composite-Reparatur Mit Composite-Start-up Ferrari, Lamborghini & Co. reparieren
Wer sich mit dem Thema CFK-Teile im Automobilbau beschäftigt, der trifft sehr schnell auf die Frage, was man machen kann, wenn der Leichtbau-Flitzer einen örtlichen Schaden hat. Damit man die Bauteile nicht ganz austauschen muss, setzt ein Jungunternehmer sein Know-how jetzt erfolgreich für die Reparatur solcher Schäden ein.
Anbieter zum Thema

Experten für CFK-Technologie sind gefragt und so stehen auch den Absolventen des Studiums Verbundwerkstoffe/Composites der Privaten Hochschule Göttingen (PFH) nach dem Examen viele Türen offen. Doch mit CFK-Know-how kann man nicht nur bei namhaften Unternehmen durchstarten, sondern auch ein eigenes Unternehmen gründen, wie die Studienleiter der PFH betonen. Letztere Alternative hat Constantin Bäns gewählt: Bereits während des Studiums rief er die Firma CB Composites ins Leben. Unterstützung auf dem Weg zur Selbstständigkeit fand er im hochschuleigenen ZE – Zentrum für Entrepreneurship und in dessen Gründungsinkubator STA-E-LAB, wie es weiter heißt.
„Das Ding aus einer anderen Welt“ mal positiv
Bäns schloss im Oktober 2014 mit dem Bachelor of Engineering am PFH Hansecampus Stade ab und ist derzeit für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Standort Stade tätig. Nebenberuflich entwickelt, designt, fertigt und vertreibt er mit CB Composites CFK-Bauteile und bietet auch einen Reparaturservice an. Mit individuellen Lösungen, die häufig direkt auf Kundenwunsch angefertigt werden, ist er dabei unter anderem in den Bereichen Automobil und Medizintechnik aktiv. Der Alumnus entwickelte zum Beispiel eine Armauflage für Ellenbogen-Operationen, denn als röntgentransparentes Material eignet sich CFK für diese Anwendung besonders gut. „Im Krankenhaus, wo die Auflage zum Einsatz kommt, wird sie vom Personal augenzwinkernd nur „Das Ding vom anderen Stern“ genannt“, erzählt Bäns.
CFK-Reparatur klappt an Joung- und Oldtimern
Sein momentanes Hauptbetätigungsfeld sind jedoch Sportwagen (wer kanns nicht verstehen?!), bei denen Karosserie oder einzelne Bauteile aus CFK bestehen. Dies können aktuelle Modelle aber auch Oldtimer sein – denn schon in den 1980er Jahren wurden Composites in Sportwagen verbaut. „Ist hier ein CFK-Bauteil beschädigt, wird es fast immer gegen ein neues eingetauscht – weil die Werkstätten in der Regel keine Reparaturen durchführen können. An diesem Punkt kann ich weiterhelfen“, erläutert der Gründer. Aktuell setzt er Teile eines Ferrari F40 instand. In Zukunft wird er mit einem mobilen Reparaturservice auch direkt vor Ort bei Werkstätten, Händlern und Privatleuten arbeiten. MM
(ID:43367133)