Kritische Rohstoffe Mit diesen Maßnahmen sollen Lithium & Co. für Europa gesichert werden

Quelle: Fraunhofer-ISI 2 min Lesedauer

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Rohstoffe, die schwer zu beschaffen sind, aber für die Gesellschaft unabdingbar, werden als kritisch eingestuft. Was kann nun speziell die Forschung für die Versorgungssicherheit tun? ...

Erz mit Kobalt und Kupferanteilen. Beide Elemente gehören laut EU zu den kritischen, ja sogar strategischen Rohstoffen. Mit dem Critical Raw Materials Act hat man sich geeinigt, wie die Rohstoffsicherung abzulaufen hat. Dabei können auch die Aspekte Forschung und Innovation helfen.(Bild:  Mining Chung)
Erz mit Kobalt und Kupferanteilen. Beide Elemente gehören laut EU zu den kritischen, ja sogar strategischen Rohstoffen. Mit dem Critical Raw Materials Act hat man sich geeinigt, wie die Rohstoffsicherung abzulaufen hat. Dabei können auch die Aspekte Forschung und Innovation helfen.
(Bild: Mining Chung)

Jetzt gibt es eine neue Studie unter Leitung des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI), die im Auftrag des STOA-Panels des Europäischen Parlaments (EP) durchgeführt wurde. Sie beleuchtet die Rolle von Forschung und Innovation entlang der Wertschöpfungskette, identifiziert Forschungsbedarfe und bewertet konkrete Maßnahmenvorschläge hinsichtlich Kosten, Nutzen und Durchführbarkeit, wenn es um die Sicherung mit kritischen Rohstoffen geht. In der Studie werde deutlich, dass weiterhin große Anstrengungen in Forschung und Innovation nötig seien, um die Position der EU hinsichtlich kritischer Rohstoffe zu verbessern.

Die Liste der kritischen Rohstoffe ist durchaus lang ...

In der EU gelten derzeit 34 Rohstoffe als kritisch (Critical Raw Materials = CRM). Darunter sind 17 sogenannte strategische Rohstoffe (Strategic Raw Materials = SRM), bei denen die Nachfrage steigen wird, aber gleichzeitig größere Lieferschwierigkeiten zu erwartet sind, wie das ISI erklärt. Dazu gehören etwa Kobalt und Lithium, die beide für die Batterieherstellung nötig sind. Dazu ist auch der Critical Raw Materials Act zu nennen. So soll bis 2030 der Bedarf an strategischen Rohstoffen zu mindestens 10 Prozent in der EU gefördert werden. Zu mindestens 40 Prozent in der EU weiterverarbeitet werden und zu mindestens 25 Prozent aus der europäischen Kreislaufwirtschaft kommen. Zusätzlich soll die EU in Zukunft von keinem Drittland zu mehr als 65 Prozent abhängig sein. Weitere kritische Rohstoffe sind Nickel, Niob, Wolfram, Vanadium, Hafnium, Helium, Kupfer, Bauxit, Mangan, Magnesium, seltene Erden – sowohl schwere als auch leichte, Phosphor, Titan und auch Kokskohle und Flussspat, um nur einige zu nennen.

Rohstoffsicherung über drei Maßnahmenpakete ...

  • Das erste Paket enthält Maßnahmen zur Stärkung von Forschungs- und Innovationskapazitäten innerhalb der EU. Die EU-Institutionen, die mit der Umsetzung des Critical Raw Material Acts beauftragt sind, benötigen zusätzliche Ressourcen für die Bewertung kritischer Rohstoffe und die Überwachung von Lieferketten. Auch brauchen Unternehmen und Technologieanbieter Unterstützung bei der Entwicklung wettbewerbsfähiger Möglichkeiten für den weltweiten Rohstoffmarkt;
  • Das zweite Maßnahmenpaket zielt auf internationale Kooperationen ab. Die Forscher betonen, dass Europa mit den Besten zusammenarbeiten muss – egal, ob es in einem Bereich bereits führend ist oder aufholen muss. Eine intensivere Zusammenarbeit mit den USA, Japan – aber zunehmend auch mit China – erscheint ratsam. Auch intensivere gemeinsame innereuropäische Anstrengungen gehören dazu;
  • Das dritte Paket befasst sich mit der Legitimität von Projekten entlang der Lieferketten. Es bewertet politische Handlungsoptionen, um die Ursachen lokaler Konflikte zu untersuchen und gemeinsam Lösungen für die Probleme zu erarbeiten. Forschung und Innovation könnten dazu beitragen, Wege der sozialverträglichen und nachhaltigen Wertschöpfung zu finden.

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