Retrofit

Mit Lager und Säge länger produktiv beisammen sein können

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Auch der Roboter kann ein altes Lagersystem aufwerten

Eine immer wichtigere Rolle spiele außerdem das Sicherheitslevel. Das betreffe auch die dazugehörige Technik. Waren vor einigen Jahren noch einfache Lichtschranken genug, um die Mitarbeiter vor Verletzungen zu schützen, so schirmen inzwischen komplette Lichtvorhänge die Gefahrenbereiche im Lager ab, sagt Kasto. Sie schalten die Anlage bei Kontakt automatisch aus. Auch dabei hat Kasto im Rahmen seiner Retrofit-Projekte alles auf dem neuesten sicherheitstechnischen Stand, um den geltenden Arbeitsschutzanforderungen zu genügen.

Eine weitere Möglichkeit zur Leistungssteigerung eines Lagersystems ist übrigens die Anbindung von Industrierobotern. Denn die automatisierten Helfer übernehmen in der Metallbearbeitung das Sortieren, Entgraten oder Stapeln. Damit lässt sich insbesondere in kombinierten Lager-Sägezentren ein mannloser Betrieb vom Einlagern des Rohmaterials bis zum fertig konfektionierten Abschnitt realisieren, merkt Kasto an.

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Sägesystemanwender profitieren von der Fernwartung

„Auch bei Sägemaschinen, vor allem, wenn es sich um größere Modellen oder komplexe Anlagen handelt, kann sich eine Modernisierung lohnen und gewaltige Vorteile bringen – zum Beispiel eine höhere Schnittleistung, längere Werkzeugstandzeiten oder ein erweitertes Einsatzspektrum“, führt Schwörer weiter aus.

Damit die Sägeanlagen selbst bei starker Auslastung störungsfrei laufen können, sei eine regelmäßige Wartung wichtig. Selbstverständlich unterstütze Kasto auch dabei in diverser Art und Weise. Zum Beispiel sind die Langgut- und Blechlager von Kasto größtenteils fernwartungsfähig. Von Achern aus können sich die Helpdesk-Techniker deshalb jederzeit online auf die Anlage schalten. Störungen sind so schnell und ohne viel Aufwand identifizierbar und unkompliziert zu beheben. Auch Fertigungsprozesse können so optimiert werden. Auch steht die Kasto-Hotline rund um die Uhr mit Rat und Tat zur Seite, heißt es. Wenn es mal gar nicht anders gehe, seien die Experten auch in kürzester Zeit vor Ort. Nicht zuletzt seien Ersatzteile für alle aktuellen Systeme stets verfügbar.

Wenn der Säge- und Lagerspezialist virtuell „vor Ort“ ist...

Einen ganz neuen Weg aber verfolge Kasto mit seinem Wartungskonzept Visualassistance. Das Herzstück dieses neuartigen Systems ist eine interaktive App für Tablets, Smartphones oder Smart Glasses, erklären die Acherner. Man kann sich damit per Video- und Audio-Stream mit den Service-Mitarbeitern verbinden. Anwender und Techniker teilen dann in Echtzeit das gleiche Blickfeld. Das erleichtert das gegenseitige Verständnis sehr und hilft dabei, einzelne Anlagenkomponenten und eventuelle Störungen schnell zu beseitigen. Die Kasto-Experten haben über die App auch die Möglichkeit, visuelle Hilfe zu leisten und etwa Markierungen im Live-Video einzublenden. Während der Kunde vor Ort die Wartung oder Reparatur an der Säge oder dem Lager durchführt, bekommt er dann alle Informationen per Augmented Reality direkt in seinem Display angezeigt, so Kasto. Nutze er die Smart Glasses, habe er dazu noch die Hände frei. Die Service-Techniker von Kasto sind also vor Ort, wenn auch „nur“ virtuell.

„Aufwändige Schulungen oder teure Anfahrten werden durch Visualassistance mehr oder weniger überflüssig“, so Schwörer. Aber auch minimale Stillstandzeiten sowie eine hohen Verfügbarkeit und Produktivität von Säge respektive Lager sind die positiven Folgen davon.

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