Fluidpumpen

Mit Modulbau zur Variantenvielfalt bei hydraulischen Regelpumpen

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Eigens für stationäre Anwendungen hat Linde Hydraulics den Regler ETP entwickelt. Bei dieser Reglereinheit handelt es sich um eine elektroproportionale Volumenverstellung mit hyperbolischer Leistungsbegrenzung und Druckabschneidung. Sie ermöglicht eine genaue elektrische Einstellung des Fördervolumens.

Hydraulisch-mechanische Leistungsbegrenzung schützt Maschine vor Überlastung

Die überlagerte hydraulisch-mechanische Leistungsbegrenzung schützt die Maschine vor Überlastung. Einen weiteren Überlastschutz bietet die überlagerte hydraulisch-proportionale Druckabschneidung.

Mit diesen Eigenschaften prädestiniert sich das Regelsystem, das für die Baugrößen 105, 135, 210 und 280 verfügbar ist, unter anderem für die Antriebssysteme von Betonpumpen und Industriepressen. Alternativ kann bei solchen und ähnlichen stationären Anwendungen auch der Load-Sensing-Regler TL2 mit hyperbolischer Leistungsbegrenzung zur Anwendung kommen (Bild 2).

Stationäre Arbeitsmaschinen profitieren von Mobilhydraulik

Mit diesen Entwicklungen erschließt Linde Hydraulics verstärkt den Markt der Stationärhydraulik – mit gutem Grund: Viele Eigenschaften und Technologien, die Linde Hydraulics in der Mobilhydraulik vorantreibt, werden zunehmend in anspruchsvollen Bereichen des Maschinenbaus gewünscht, zum Beispiel im Pressenbau. Daher bleibt die Mobilhydraulik ein Entwicklungsschwerpunkt im Unternehmen.

So ist die Regelpumpe HPR 280 mit Zentrierung nach ISO 3019-1 und in der Ausführung mit verzahnter Welle für mobile Load-Sensing-Anwendungen prädestiniert. Die Hersteller mobiler Arbeitsmaschinen, die bislang die Baugrößen 55 bis 210 nutzten, können somit die Vorteile des Synchron-Control-Systems von Linde auch in höheren Leistungsklassen erschließen: die verbesserte Antriebseffizienz durch Kraftstoffeinsparung, die Produktivitätsmaximierung durch genau reproduzierbare Steuerbarkeit sowie die Kompensation der Lasteinflüsse.

Reglereinheit für komplexe Hydrauliksysteme

Für solche Einsatzfälle steht die Reglereinheit LEP (Bild 3) zur Verfügung, ein Load-Sensing-Regler mit elektroproportionaler Hubvolumenbegrenzung und hydraulischer Maximaldruckregelung. Diese Entwicklung ermöglicht eine bedarfsorientierte Volumenstromregelung und eine anwendungsspezifische Zuteilung des Hubvolumens. Typische Anwendungen dieses Reglers finden sich in anspruchsvollen und komplexen Hydrauliksystemen mobiler Arbeitsmaschinen, zum Beispiel in Forstmaschinen mit Hochleistungs-Sägeantrieben.

Zusätzlich zur großvolumigen Regelpumpe und zu den Reglerbauarten hat Linde Hydraulics die Anzahl der Nenngrößen bei weiteren Pumpen- und Motorenbaureihen erhöht und damit den Produktbaukasten vergrößert. Dazu gehört die Pumpe HPR 165D – eine Doppelpumpe im offenen Kreislauf – und die HPV 165 – eine Verstellpumpe im geschlossenen Kreislauf. Mit den Regelmotoren HMR 210 und HMR 280 wurde im Motorenbereich das Produktspektrum im offenen und geschlossenen Kreislauf „nach oben“ erweitert.

* Elke Karnarski ist Leiterin Marketing im Geschäftsbereich Linde Hydraulics der Linde Material Handling GmbH in 63741 Aschaffenburg

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