FDI Spezifikation

Mit öffentlich verfügbarer FDI-Spezifikation können die Hersteller Device Packages und Host-Systeme entwickeln

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Jedes FDI-Device-Package muss eine Gerätebeschreibung (EDD) enthalten, die Parameterdefinitionen, Parameterstrukturen für kontextspezifische Ansichten sowie automatisierte Geräteprozeduren (wie Kalibrierung) umfasst. Ein FDI-Device-Package kann User-Interface-Plug-Ins enthalten, das sind Softwarekomponenten zur Unterstützung von modernen Geräteinbetriebnahme- und Diagnosefunktionen. Ebenso können mit dem FDI-Device-Package Produkthandbücher, Bilder, elektronische Zertifikate und sonstige Anhänge geliefert werden.

Die FDI-Spezifikation steht auf der Website der FDI Cooperation LLC unter www.fdi-cooperation.com zum Download zur Verfügung.

Ein Toolkit – Einheitliche Host Komponenten – Alle Protokolle

Mit dem Release der FDI-Spezifikation präsentiert die FDI Cooperation erstmalig eine Vorabversion der einheitlichen protokollübergreifenden integrierten Entwicklungsumgebung (Integrated Development Environment, IDE). Diese ermöglicht es Geräteherstellern, FDI-Device-Packages für Foundation-Fieldbus-, Hart-und Profibus-Geräte zu erstellen. Mit den Entwicklertools können Hersteller von Automatisierungstechnik auf einheitliche Weise qualitativ hochwertige und zuverlässige FDI-basierte Lösungen entwickeln. Des Weiteren können die Entwicklungskosten deutlich reduziert und die Zeit bis zur Markteinführung sowohl für Geräteentwickler als auch für Systementwickler verkürzt werden. Die integrierte Entwicklungsumgebung umfasst ein FDI-Referenz-Host-System, mit dem Entwickler FDI-Device-Packages auf einer standardisierten Plattform ausführen und testen können, um die höchstmögliche Produktqualität zu gewährleisten.

Die Vorabversion der Entwicklertools basiert auf den protokollunabhängigen FDI-Common-Host-Components. Diese werden von Host-System-Herstellern in Device Management Tools, Asset Management Tools und Prozessautomatisierungssystemen implementiert. FDI-Common-Host-Components ermöglichen eine schnelle Entwicklung und gewährleisten gleichzeitig ein einheitliches Verhalten von FDI-Device-Packages in unterschiedlichen Systemen. Die FDI-Host-Components unterstützen bestehende EDD-Bibliotheken und schützen damit die Investitionen von Endanwendern.

Live-Vorführung der FDI Technologie auf der jährlichen Namur-Hauptsitzung

Bei einer Live-Vorführung auf der Namur-Hauptsitzung wurden die FDI-Funktionen an Feldgeräten von sechs unterschiedlichen Herstellern demonstriert, die allesamt mit Hilfe von FDI-Device-Packages in ein Prozessleitsystem integriert worden sind. Das Exponat, das von Siemens vorbereitet wurde, umfasst typische Anwendungsfälle, wie Parameterzuweisung, Konfiguration, Diagnose, Funktionstests und Wartung. Damit wird zum ersten Mal ein professionelles und kommerzielles, auf allgemeinen Komponenten basierendes System angewendet, um FDI-Device-Packages zu interpretieren.

(ID:42400413)