Die DiSG-Methode Mit Persönlichkeitsprofilen Stärken und Schwächen von Mitarbeitern besprechbar machen

Autor / Redakteur: Julia Voss / Jürgen Schreier

Warum kämpft Mitarbeiter Müller oft mit dem Problem XYZ? Warum kommt es zwischen den Teammitgliedern Huber und Mayer immer wieder zu Reibereien? Über solche Dinge, die auch die Persönlichkeit tangieren, zu sprechen, fällt den Beteiligten in Unternehmen oft schwer. Analyseinstrumente wie das DiSG-Persönlichkeitsprofil können dabei helfen.

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Was bin ich für ein Typ? Was kann ich gut, was weniger gut? Wie harmonieren mein Partner und ich? Die Antworten auf solche Fragen interessieren viele Menschen. Entsprechend oft veröffentlichen Illustrierte sogenannte Persönlichkeits- oder Psychotests. Besonders aussagekräftig sind diese Tests meist nicht – müssen sie auch nicht. Denn sie dienen in der Regel weniger der Information der Leser als der Unterhaltung.

Wissenschaftliche Tests zeichnen aussagekräftiges Bild über eine Person

Anders ist dies bei den wissenschaftlich fundierten Tests, wie sie zum Beispiel bei Eignungsprüfungen zum Einsatz kommen. Ihr Anspruch lautet, ein möglichst objektives sowie aussagekräftiges Bild über eine Person und deren Verhalten zu entwerfen. Dabei ist die Bezeichnung „Test“ jedoch irreführend. Denn sie lässt viele Menschen an Klausuren denken, bei denen es darum geht: Bekomme ich eine gute oder schlechte Note?

Solche Bewertungen nehmen besagte Persönlichkeitstests nicht vor. Ihre Intention ist vielmehr, beispielsweise zu ermitteln: Welche Einstellungen hat eine Person – also was motiviert sie, was nicht? Oder: Welche Verhaltenspräferenzen hat eine Person – also was fällt ihr leicht, was weniger leicht? Allerdings bewerten die Tests diese Befunde nicht, weshalb die meisten dieser Persönlichkeitsanalyseinstrumente wie zum Beispiel der Myers-Briggs-Typenindikator und das DiSG-Persönlichkeitsprofil den Begriff Test nicht in ihrem Namen tragen.

Instrumente zur (Selbst-)Reflektion

Gemäß ihrem Anspruch, ein möglichst objektives Bild einer Person beziehungsweise ihrer Verhaltensweisen zu entwerfen, sind diese Analyseinstrumente zumeist auch konzipiert. Sie sind standardisiert. Das heißt, ihre Durchführung und Auswertung erfolgt nach festen Regeln.

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