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Die Intelligenz der Greifer wächst
Auch sein Zubehör hat Schunk entsprechend um das neue Wechselsystem SWS-L-1210 ergänzt, das speziell für den Einsatz an Schwerlastrobotern optimiert wurde. Es ist gleich mit drei Verriegelungssystemen ausgestattet und kann dadurch in allen drei Achsen statische Momente von 5400 N bei einer Zuladung von 1200 kg aufnehmen, heißt es von Unternehmensseite. Zur einfachen Montage am Roboterarm ist der Wechsler mit den Lochbildern für die ISO-Flansche mit einem Durchmesser von 200 und 250 mm ausgestattet.
Greifer werden aber auch immer intelligenter. „Bei modernen Greifsystemen gehören Sensoren mittlerweile zur Standardausstattung“, urteilt der Schunk-Manager. Um die Prozesssicherheit zu gewährleisten, werde über Sensoren abgefragt, ob der Greifer offen oder geschlossen sei. Häufig kämen auch Bauteilanwesenheits- oder Greifkraftsensoren zum Einsatz.
Roboter-Greifer lernen sehen
„Zudem eröffnet die industrielle Bildverarbeitung viele neue Möglichkeiten“, so Poguntke. „Sehende Greifer spielen vor allem dort eine Rolle, wo Teile variabel angeordnet sind. Der Griff in die Kiste steht bildhaft genau für eine solche Handhabungsaufgabe.“ Ähnlich sei es, wenn ungeordnete Teile vom Band gegriffen oder unterschiedliche Werkstücke gehandhabt werden sollen. Mit der Bildverarbeitung erkenne der Greifer das Greifgut und passe sich automatisch an.
Die Natur stand Pate bei der Entwicklung des Fin-Grippers von Festo. Der adaptive Greifer hat eine der Fisch-Schwanzflosse nachgebaute dreidimensionale Fin-Ray-Struktur (Flossenstrahlstruktur). Die drei Greiffinger passen sich bei seitlich einwirkendem Druck direkt an die Kontur des Werkstücks flexibel und elastisch an – unabhängig von dessen Bauteilkontur. Der Fin-Gripper umschließt das zu greifende Werkstück, zum Beispiel eine Glühbirne, ähnlich wie eine Hand, betont das Esslinger Unternehmen.
Der Feinmotoriker unter den Greifern kommt von Festo
Für feinfühliges Greifen zerbrechlicher Werkstücke eignet sich der Bernoulli-Sauggreifer von Festo. Er nimmt Werkstücke wie beispielsweise siliziumbasierte Wafer berührungslos auf, indem am Bernoulli-Greifer selbst ein Überdruck angelegt wird. Gleichzeitig wird an der zu greifenden Fläche ein Unterdruck zum Ansaugen des Wafers erzeugt.
Bernoulli-Greifer arbeitet mit Überdruck
Dadurch wird das Werkstück an den Greifer gezogen, so lange bis die Gewichtskraft, die Kraft des Staudrucks aus der Düse und die anziehende Kraft aus dem Beschleunigungsimpuls des Fluids im Gleichgewicht stehen. Es stellt sich dabei ein bestimmter Abstand von etwa 0,5 bis 3 mm zwischen Greifer und Grifffläche des Bauteils ein, sodass das Objekt berührungslos gehalten wird.
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