Industrie 4.0 bei Trumpf

Mit Service 4.0 fit für die Zukunft

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Doppelt hält besser – Generalist und Spezialist gefragt

Innovationen wie VOS können nur durch unterstützende, stringente Prozesse ihr volles Potenzial entfalten. Deshalb arbeitet Trumpf heute mit dem sogenannten Zweimanneinsatz. „Wir haben immer einen Generalisten vor Ort beim Kunden und einen Experten im Innendienst“, erklärt Schädler. „Im Team sind die beiden effizienter.“

Der Vorteil: Der Techniker vor Ort hat den Überblick über die Maschine und der Spezialist mit technischem Detailwissen in der Zentrale berät via IT-Medien. „Die zunehmenden Varianten und die Komplexität der Maschinen erfordern Detailwissen und Spezialisierung im Know-how. Mit unserem Tandem können wir den Kunden schnellst- und bestmöglich betreuen.“ Für viele Kunden ist dieser Zweimanneinsatz neu. „Einige Kunden haben sich beschwert, weil der Servicetechniker aus ihrer Sicht ‚nur telefoniert’, während er in Wahrheit mit seinem Innendienstkollegen das Problem besprochen und die Maschine repariert hat. Inzwischen sind unsere Kunden froh über solch effiziente Einsätze.“

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Service als Wunschmenü – Kundenspezifische Modelle gefordert

Und wie sieht die Zukunft aus? Wenn es nach Frank Schädler geht, wie ein großes Menü: „Unternehmen müssen ihre Servicemodelle flexibilisieren, das ist für uns Maschinenhersteller die Herausforderung. Serviceangebote werden wir kundenspezifisch zuschneiden – also eine Art ‚Service à la carte‘.“

Nach seinen Plänen kann sich künftig jeder Kunde die Servicebausteine und -module, die er benötigt, einfach selbst auswählen und flexibel zusammenstellen. „Unsere Kunden stellen uns vor unterschiedliche Herausforderungen: Einer wünscht mehr Schnelligkeit, andere weniger Schnelligkeit, dafür mehr Prozesssicherheit, wieder andere legen Wert auf Produktivität“, so Schädler. Für den Maschinenhersteller bedeuten die individuellen Servicehäppchen einigen organisatorischen Aufwand, denn alle Verfahren und Prozesse müssen modular aufgestellt sein und regelmäßig neu ausgerichtet werden. Dennoch: „Aus unserer Sicht ist das unumgänglich. Nur wenn wir weiterhin die Kundenerwartungen übertreffen, können wir eine erfolgversprechende Zukunft erwarten“, so Schädler. „Wer 2020 als Werkzeugmaschinenhersteller existieren will, muss in seinen Service investieren!“

* Weitere Informationen: Trumpf Werkzeugmaschinen Deutschland in 71254 Ditzingen Tel. (0 71 56) 3 03-0, www.trumpf.com

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