Simulationstechnologien verschaffen Unternehmen spürbare Wettbewerbsvorteile – auch den kleinen und mittleren, sofern sie sich denn trauen. Viele schrecken vor vermeintlichen Hürden zurück. Dabei geht die Einbindung in bestehende Prozesse oft leichter als gedacht.
Supercomputer Hawk des HLRS (gefördert vom BMBF und MWK)
(Bild: HLRS)
Simulations- und Berechnungstechnologien sind für Unternehmen Gold wert. Mit ihnen lässt sich die sonst zeit- und kostenintensive Herstellung von realen Prototypen oder Systemen oft spürbar reduzieren. Hersteller können das Produktverhalten unter unterschiedlichen Einsatzbedingungen und in verschiedensten Umgebungen beliebig oft analysieren. Die Produktentwicklung gelingt so weit zügiger und qualitativ hochwertiger als zuvor – ein Aspekt, der im Zeitalter rasanter Innovationen maßgeblich zur Konkurrenzfähigkeit eines Unternehmens beiträgt.
Branchenübergreifend schöpfen Großunternehmen in puncto Simulation deshalb längst aus dem Vollen: Digitale Zwillinge helfen vielerorts, Fehler frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden. Bereits während des Produktentstehungsprozesses erlauben Simulationstools unter Verwendung von Künstlicher Intelligenz eine Bewertung und Selektion . Mit dem Ziel, das Zusammenspiel der beiden Technologien zu verbessern, gibt es bei KI und dem High Performance Computing (kurz: HPC) generell eine erste Tendenz in Richtung Konvergenz. Für Unternehmen gilt es, hier am Ball zu bleiben.
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Unüberwindbare Hindernisse?
Ein großes Manko für KMU besteht darin, dass es vielen von ihnen an den notwendigen Rechnerressourcen mangelt, um derartige Projekte anstoßen zu können. Denn die wenigsten von ihnen verfügen über ausreichend leistungsfähige Computer, geschweige denn über große Rechenzentren samt Supercomputer. Diese sind für den hohen Rechenaufwand, den die oftmals sehr komplexen Simulationen erzeugen, aber durchaus hilfreich. Hinzu kommt, dass KMU selten das notwendige technische Know-how besitzen, um die Simulationstechnologien auch erfolgreich umzusetzen. Wie gelingt es ihnen dennoch, die gewinnbringenden Technologien für sich zu nutzen?
Ressourcen clever ausbauen
Kleine und mittlere Unternehmen können ihre Ressourcendefizite oft mit Unterstützung geeigneter Partner überwinden: Das Know-how und die Rechnerkapazitäten sind am Markt vorhanden und dort auch für KMU zugänglich. Zahlreiche Forschungsinstitute, Software-Hersteller und Dienstleister sowie spezielle branchenorientierte Simulationszentren verschaffen KMU Zugang zu Simulationstechnologien. Unterschiedliche Landes- und Bundesförderprogramm leisten finanzielle Unterstützung. Außerdem bieten große Rechenzentren wie das Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart (kurz: HLRS), ihre Rechnerkapazitäten zu attraktiven und rein nutzungsbasierten Preisen an; eine gute Möglichkeit für Unternehmen, die mit umfassenden Investitionen in ihre IT überfordert wären.
Neutrale und kostenfreie Hilfestellung
Fällt die Orientierung in diesem Angebotsdschungel schwer oder geht es grundsätzlich erst einmal darum, das Potenzial der Simulationstechnologien für das eigene Unternehmen zu erfassen, ist Sicos BW die richtige Anlaufstelle. Aufgrund finanzieller Unterstützung durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (kurz: MWK) sowie ihrer Gesellschafter berät die Organisation seit über zehn Jahren speziell KMU neutral und kostenfrei rund um Zukunftstechnologien. Hierzu zählen die Bereiche Simulation und HPC sowie Data Analytics und KI gleichermaßen.
Die Experten von Sicos BW versorgen Firmen schwerpunktmäßig in Baden-Württemberg, aber auch bundesweit mit Informationen über Anwendungsmöglichkeiten und Werkzeuge, vermitteln bei Bedarf Zugang zu Höchstleistungsrechnern und unterstützen bei der fundierten Partnerwahl. Letztlich sollen die Unternehmen mithilfe von Partnern oder eigenständig in der Lage sein, Simulations- und Visualisierungstechnologien sinnvoll einzusetzen und ihr Potenzial gewinnbringend für sich auszuschöpfen.
Internes Know-how aufbauen
Allen Hilfsangeboten zum Trotz sollten KMU auch ihr internes Know-how rund um Simulation, Visualisierung und HPC auf- und ausbauen. Neue Mitarbeiter haben eine passende Expertise bestenfalls direkt im Gepäck, denn immer häufiger bringen Bewerber Simulationsexpertise aus entsprechenden Bestandteilen ihres Studiums oder eigenen Studiengängen mit. Darüber hinaus bietet eine wachsende Anzahl an Fortbildungsmöglichkeiten Unternehmen die Chance, ihre eigenen Mitarbeiter gezielt im Bereich des High Performance Computing weiterzubilden – teils sogar KMU-gerecht zugeschnitten.
Ein Beispiel ist die Supercomputing-Akademie. Sie vermittelt Interessierten und Fortgeschrittenen praxisorientierte Kenntnisse und Fähigkeiten im Höchstleistungsrechnen sowie der numerischen Simulation. Die einzelnen Module im Blended-Learning-Format bieten den Lernenden neben einer qualifizierten Teilnahmebestätigung die Möglichkeit eines Zertifikatsabschlusses – als HPC-Anwender, HPC-Entwickler und auch HPC-Experte.
Stand: 08.12.2025
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Die Akademie basiert auf den Ergebnissen des Projekts „Modulare Weiterbildung zum HPC-Experten (kurz: MoeWE)“, das vom Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds sowie dem MWK gefördert wurde. Träger ist das HLRS. Für das kommende Jahr sind bereits zahlreiche Kurse buchbar, unter anderem zu den Grundlagen und der Anwendung von Visualisierungen, dem Aufbau und Betrieb von HPC-Clustern oder der Datenanalyse mit HPC.
Mit oder ohne externe Hilfe – wie KMU die vermeintlichen Einstiegshürden auch immer überwinden, um Simulations- und Visualisierungstechnologien sinnvoll für sich zu nutzen: Der Weg ist oft einfacher als gedacht und öffnet ihnen die Türen für maßgebliche Wettbewerbsvorteile.
* Dr. Andreas Wierse arbeitet als Geschäftsführer bei Sicos BW.