Manufacturing-X
Mit wenig Aufwand Datenräume effizient nutzen

Von Johannes Kalhoff, Chief Digital Officer, Digital Innovations, Phoenix Contact 6 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Mit dem digitalen Zwilling begann die Transformation zu einer auf digitalen Daten basierenden, prosperierenden Industrie und Gesellschaft. Erfahren Sie, wie Datenräume die notwendigen Mechanismen bieten, um eine vertrauensvolle und einfache Zusammenarbeit der Akteure zu ermöglichen.

Die Asset Administration Shell stellt die vertrauensvolle Kooperation im Datenaustausch zwischen den einzelnen Akteuren sicher. Dies wird heute durch bilaterale Verträge definiert.(Bild:  Bildquelle: angelehnt an RAMI 4.0; „Ein Orientierungsrahmen für die Digitalisierung“, plattform-i40.de)
Die Asset Administration Shell stellt die vertrauensvolle Kooperation im Datenaustausch zwischen den einzelnen Akteuren sicher. Dies wird heute durch bilaterale Verträge definiert.
(Bild: Bildquelle: angelehnt an RAMI 4.0; „Ein Orientierungsrahmen für die Digitalisierung“, plattform-i40.de)

Die vierte industrielle Revolution gilt als die Wandlung von physischen Systemen in cyberphysische Systeme (CPS). Die Interaktionsfähigkeit der Asset Administration Shell (AAS) als digitalen Zwilling in der Industrie 4.0 bildet die Grundlage für die Datenlogistik der CPS. Diese Datenlogistik sorgt neben einem standardisierten Zugriff auf Datenobjekte ebenfalls für deren sichere Verwendung und die semantische Interpretationsfähigkeit zwischen den Akteuren. Industrie 4.0 zielt darauf ab, durch die Digitalisierung mehr Innovation zu ermöglichen, Geschäftsmodelle und Wertschöpfung resilienter gestalten zu können und letztendlich Industrie und Gesellschaft zu Nachhaltigkeit und CO2-Freiheit zu befähigen. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, muss – abgesehen von einer standardisierten Datenlogistik – die Zusammenarbeit der handelnden Akteure weiter unterstützt und vereinfacht werden. Dazu bieten Datenräume die notwendigen Mechanismen, sodass die Akteure einfach und vertrauensvoll in digitalen und automatisierbaren Ökosystemen handeln können.

Potenziale heben: Datenräume machen Zusammenarbeit möglich

Neue Geschäftsmodelle, die Verfügbarkeit von Produktinformationen, das Nachhalten von Materialien oder der CO2-Fußabdruck über international ausgelegte Wertschöpfungsketten: In allen Fällen geht es um die vertrauensvolle Kooperation im Datenaustausch zwischen den einzelnen Akteuren. Gerade das Teilen von Daten führt vielfach zu Dissonanzen hinsichtlich der Nutzung und Werteinschätzung zwischen den Beteiligten. Dies ist besonders hemmend, wenn der eigentliche Vorteil in einer automatisierbaren Kooperation erzeugt werden kann. Zudem lassen sich Wertschöpfungsketten entlang einer Zulieferkette oft nur unvollständig nachvollziehen und mit hohem Aufwand abbilden. Das reduziert wiederum die Flexibilität und erschwert den zunehmenden Anspruch an die Resilienz in den Geschäftsmodellen. In Summe liegen Potenziale brach, die nur durch ein gestärktes Vertrauen in der Zusammenarbeit erschlossen werden können.