Titanbearbeitung

Mittels Werkzeug und Kühlmittel zur rentableren Titanbearbeitung

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Wissensdefizite bezüglich des Gesamtprozesses der Titanbearbeitung

Konkret gesagt, fordert diese Optimierungsphilosophie vor allem vibrationsgedämpfte oder gar vibrationsfreie Werkzeuge. In Verbindung mit einer für diese Aufgabe gut angepassten Wendeplatte garantieren diese speziellen Werkzeuge nämlich eine gleichmäßige und vor allem vergleichsweise geringe Abnutzung der Wendeplattenschneide. Verstärkt wird dieser Effekt durch den Einsatz eines zweckmäßigen Kühlschmierstoffs, der imstande ist, die Reibung zu minimieren und natürlich für eine ausreichende Kühlung zu sorgen. Da auf diesem Gebiet bisher wenig erforscht und publiziert wurde, sind die Projekterkenntnisse auch noch nicht so im Industriebewusstsein verankert, wie es wünschenswert wäre.

In der Tat zeigte eine Umfrage des Kühlschmierstoffherstellers Blaser Swisslube, dass beim Kauf einer neuen Bearbeitungsanlage, die Wahl der passenden Werkzeuge und des Kühlschmierstoffes nur eine recht untergeordnete Rolle spielt; der Wert der Komponenten Werkzeug und Kühlschmierstoff wird demnach klar unterschätzt. Entweder weil nicht an den wesentlichen Einfluss des Kühlschmierstoffes sowie die Wirkzusammenhänge zwischen den Werkstoffen und Werkzeugen gedacht wird oder weil deren Bedeutung für einen erfolgreichen Zerspanungsprozess dem Zerspaner einfach nicht bewusst ist. Laut den Experten von Blaser Swisslube kommt dem Kühlschmierstoff in der zerspanenden Industrie grundsätzlich ein eher bescheidener Stellenwert zu und hinter vorgehaltener Hand wird er oft nur als notwendiges Übel bezeichnet.

Im Technologiecenter wird das Verständnis für Titanbearbeitung jetzt gefördert

Um die Wichtigkeit dieses „notwendigen Übels“ für den Zerspanungsprozess dem Anwender aber in Zukunft klar zu machen, hat Blaser Swisslube am Hauptsitz in Hasle-Rüegsau in der Schweiz ein für die Branche einzigartiges Technologiecenter errichtet. Auf 300 m² Fläche können einerseits Zerspanungsprozesse von Kunden untersucht und optimiert sowie andererseits die hauseigenen Blaser-Produkte getestet werden. Letzteres ist gemäß Blaser oft die buchstäbliche Suche nach der Nadel im Heuhaufen, weil ein Kühlschmierstoff aus vielen verschiedenen Additiven besteht.

Für die Versuche mit Kaiser wurden fünf eigene Kühlschmierstoffe und einige vergleichbare Produkte der Marktbegleiter ausgewählt. Während der mehrere Monate dauernden Testphase untersuchten Blaser und Kaiser dann verschiedene Wendeplatten in Kombination mit den ausgewählten Kühlschmierstoffen. Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass die Wahl des Kühlschmierstoffes einen maßgebenden Einfluss auf die Standzeit der Wendeplatte hat.

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