Praxisbeispiel
Wann es sich lohnen kann, mit dem Wettbewerber zu kooperieren

Ein Gastbeitrag von Andreas Schiemann 5 min Lesedauer

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Warum der Mittelstand seine Stärken teilen muss und wie die Marantec Group durch radikale Kooperationen Zeit und Kapazitäten gewinnt.

100 % Fertigungstiefe war gestern. Warum Maschinenbauer jetzt sogar mit direkten Wettbewerbern kooperieren müssen, um trotz Krisen und Bürokratie zu wachsen.(Bild:  Marantec Group)
100 % Fertigungstiefe war gestern. Warum Maschinenbauer jetzt sogar mit direkten Wettbewerbern kooperieren müssen, um trotz Krisen und Bürokratie zu wachsen.
(Bild: Marantec Group)

Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau hat sich über Jahrzehnte über ein Versprechen definiert: das perfekte Produkt. Minimale Toleranzen, maximale Fertigungstiefe, ein möglichst geschlossenes Wertschöpfungsnetz im eigenen Haus. Dieses Modell hat unsere Branche groß gemacht – und stößt gerade an seine Grenzen.

Der VDMA rechnet für 2026 bestenfalls mit einer stagnierenden realen Produktion. Bürokratische Lasten verschlingen laut Verband mittlerweile bis zu 6,3 Prozent des Branchenumsatzes. Und laut Institut der deutschen Wirtschaft entfallen über 70 Prozent der gesamten Fachkräftelücke in Deutschland auf kleine und mittlere Unternehmen.