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Finden der richtigen Balance zwischen Widerstand und Dichtheit der Schutzabdeckung
Diese Balance zwischen Widerstand und Dichtheit sowie Haltbarkeit und Kosten finden die Entwickler und Konstrukteure von Satisloh in der Zusammenarbeit mit der Arno Arnold GmbH. Seit 2004 fertigt Arnold Schutzabdeckungen für den Maschinenhersteller. Inzwischen wurden gemeinsam die Schutzabdeckungen von fünf Maschinentypen gewechselt.
Satisloh entschied sich dabei für das Produkt Fix & Finish des Maschinenbau-Zulieferers. Die Auskleidung des kompletten Arbeitsraums der G-Serie gehörte zu den anspruchsvollsten Redesign-Maschinenprojekten.
Diese Baureihe, die mehrere fünfachsige CNC-Bearbeitungszentren für die Präzisionsbearbeitung umfasst, ist ein Topseller auf dem Maschinenmarkt für technische Gläser. Der Anwendungsschwerpunkt liegt in der Komplettbearbeitung – zum Beispiel von Objektivlinsen, Spiegeln und Prismen mit Durchmessern bis 500 mm. Ein weiteres gemeinsames Projekt ist bereits offen.
Zu solchen langfristig angelegten Partnerschaften werden sich künftig noch mehr Unternehmen entschließen. Ein Grund dafür liegt in der Lieferung einbaufertiger Abdecksysteme. Aktuell sitzt Arnold bei rund 30 Maschinenherstellern als Entwicklungspartner und Systemlieferant mit im Boot.
Nur noch wenige Vorgaben für Schutzabdeckungen notwendig
Zur Auslegung von Schutzabdeckungen und Arbeitsraumverkleidungen für Neumaschinen geben Partner wie Satisloh nur noch die Abmessungen, die mechanischen Schnittstellen und einige Parameter vor. Das spart dem Kunden Zeit und Kosten. Er kann sich auf seine Kernkompetenz konzentrieren.
Letztendlich stehen ihm für die Montage maschinenspezifisch optimierte Abdecksysteme zur Verfügung – in vorab vereinbarten Losgrößen, die unterm Strich fast immer deutlich kostengünstiger als Eigenentwicklungen oder Standardabdeckungen sind. Bei Rahmenvereinbarungen wie mit Satisloh wird zudem immer ein Abruflos auf Lager gehalten. Ein weiteres Plus liegt für exportorientierte Maschinenhersteller in der gesicherten, weltweiten Ersatzteilversorgung. So umfasst der Datenbestand von Arnold über 100.000 Artikel.
Vorteile zu üblichen Abdeckungen liegen in konstruktiven Details
Standardware und -varianten erfüllen höchstens Standardfunktionen. Dass moderne Schutzabdeckungen weit mehr bieten als nur ein paar aufeinander gesetzte Blechlamellen, offenbart sich leider selten auf den ersten Blick. Dennoch stecken in diesen Systemen viel Entwicklung und einige Patente. Sie zeigen sich in den konstruktiven Details (Bild 3).
Bei der Arbeitsraumverkleidung für die G-Maschinenserie von Satisloh ist das zum Beispiel der Fall. Bei dieser Abdeckung sorgen Gegenlamellen auf der Rückseite für einen definierten, gleichmäßigen Anpressdruck. In Kombination mit den Lamellenabstreifkanten im Innenraum entsteht einerseits eine hohe Dichtigkeit, andererseits wird das gefürchtete Ruckeln verhindert.
Für zusätzliche Dichtheit sorgt ein flüssigkeitsdichter, doppelter Faltenbalg mittels Labyrinthführung (Bild 3). Die dauerhaft vorgespannten Lamellen werden aus Edelstahl 1.4310 (V4A) gefertigt. Der Rahmen besteht aus präzise gefügten Edelstahlprofilen. Sämtliche Textilien in der Schutzabdeckung sind mit den Führungsrahmen flüssigkeitsdicht verschweißt.
* Jürgen Konrad ist Verkaufsleiter bei der Arno Arnold GmbH in Obertshausen, Joachim Diehl ist als Produktentwickler im Bereich Innovationsmanagement der Satisloh GmbH, Wetzlar, tätig
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