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Dazu zählen das Setzverhalten von Schraubverbindungen und die einhergehenden Vorspannkraftverluste nach Dehnvorgängen oder der Einfluss der Differenzen der Ausdehnungskoeffizienten von Schrauben und geklemmten Teilen in der Flanschverbindung. Mit zu betrachten sind außerdem das Schraubenanziehverfahren unter Berücksichtigung der damit verbundenen Streuung der Vorspannkräfte beziehungsweise Anzugsmomente sowie auch unterschiedliche Schraubenarten.
Software erleichtert Flanschberechnungen
Bei der hohen Komplexität der notwendigen Berechnungen ist der Einsatz von Software notwendig, die zum einen auf der Basis dieser neuen Regelwerke Flanschberechnungen ermöglicht, zum anderen aber auch innovative technische Erkenntnisse und Verschraubungsmethoden einschließt, zum Beispiel die Berechnungssoftware Probad von IBM.
Eine genaue Montage ist wichtig, wie die britische Offshore Operators Association Ukooa feststellte. Denn zu rund 70% liegen die Ursachen von undichten und somit leckenden Flanschen in den stark streuenden Rest-Vorspannkräften bei den einzelnen Schraubverbindungen begründet. Diese sind auf den Einsatz von ungenauen Montagemethoden zurückzuführen.
Sichere Flanschverschraubung erfordert verantwortungsvolles Risikomanagement
Eine sichere Flanschverschraubung bedeutet zugleich ein verantwortungsvolles Risikomanagement. Allerdings müssen bei einer Abstellung oder Revision Anlagen schnell wieder in Betrieb gesetzt werden, weil Produktionsverlust zugleich Umsatzverlust bedeutet. Zeitdruck muss aber nicht Qualitätsverlust bedeuten. Doch welche Montageverfahren sind, bezogen auf eine besonders niedrigen Leckagerate, tatsächlich geeignet?
Schraubverbindungen als lösbare Verbindungen sollen zwei oder mehrere Teile so zusammenhalten, dass diese sich unter allen vorkommenden Betriebskräften stets wie ein Teil verhalten. Entscheidend hierfür ist eine ausreichende und dauerhafte Restklemmkraft. Diese erzeugt man nur durch das Einleiten einer möglichst hohen und genauen Montagevorspannkraft.
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