Bikerkrise Motorradhersteller KTM kommt ins Schleudern

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Die geringe Nachfrage und die hohen Lagerbestände haben den so erfolgsverwöhnten KTM-Konzern in die Krise fahren lassen.

Der österreichische Motorradhersteller KTM muss sich aufgrund seiner Krisenlage restrukturieren, wie die dpa erfahren hat. Richtig heftig würde es kommen, wenn die Gläubiger nun auch noch ihr Geld einforderten.(Bild:  KTM)
Der österreichische Motorradhersteller KTM muss sich aufgrund seiner Krisenlage restrukturieren, wie die dpa erfahren hat. Richtig heftig würde es kommen, wenn die Gläubiger nun auch noch ihr Geld einforderten.
(Bild: KTM)

Auch der wirtschaftliche angeschlagene österreichische Motorradhersteller KTM will sich mit einem Restrukturierungsverfahren retten. Wie der Mutterkonzern Pierer Industrie AG mitteilte, laufen Gespräche mit Gläubigern und der Kernaktionärin Pierer Bajaj AG zu einer notwendigen Überbrückungsfinanzierung in Höhe eines 3-stelligen Millionenbetrags geführt. Außerdem würden alle notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen geprüft. Sollten in dieser Phase aber viele Gläubiger ihr Geld einfordern, wäre eine Sanierung kaum mehr möglich, heißt es. Die vorzeitige Fälligkeit dieser Finanzierungen würde nämlich zur Zahlungsunfähigkeit der gesamten Pierer Industrie AG führen. Dabei gehe es um 250 Millionen Euro an Verbindlichkeiten. Aus diesem Grund hat sich der Konzern entschieden, ein europäisches Restrukturierungsverfahren nach der Restrukturierungsordnung („ReO“) einzuleiten.

KTM will Absatz stärken und Kosten stabilisieren

Von diesem Verfahren seien nur bestimmte Gläubiger betroffen. Alle übrigen Verbindlichkeiten werden vereinbarungsgemäß bedient. Die Gruppe ist aber nicht überschuldet, wie man betont. Pierer Industrie ist eine europäische Fahrzeug-Gruppe. Sie beschäftigt weltweit über 10.000 Personen und erwirtschaftete im Jahr 2023 einen Umsatz von 3,6 Milliarden Euro. Jüngst hatte das Unternehmen erklärt, dass die Produktion zurückgefahren werden muss. Das gilt sei eine Reaktion auf die hohen Lagerbestände aufgrund der eingebrochenen Nachfrage. Nun ist es das Ziel, Absatz und Kosten ab dem Geschäftsjahr 2025 auf einem redimensionierten Niveau zu stabilisieren, um die Basis für eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität zu schaffen.

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