Zerspanung

Multitalent Hybridmaschine spart Bearbeitungskosten

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Ziel der Auftragschweißung ist die Herstellung eines Teils mit verbesserten technischen Eigenschaften. Dazu können auch die verschiedensten Eigenschaften und Materialien kombiniert werden, wobei zum Beispiel das aufgeschweißte Material geeignete Oberflächeneigenschaften (etwa Verschleiß- oder Korrosionsfestigkeit) besitzt, während das Grundmaterial über geeignete Struktureigenschaften (etwa Zähigkeit oder geringen Materialpreis) verfügt. Somit lassen sich die Gesamtbauteileigenschaften sehr gezielt verbessern und beeinflussen. Das aufgeschweißte Material und das Grundmaterial sollten an der Schnittstelle eine gute Verbindung eingehen.

Kern-Know-how ist die Vereinbarkeit der verschiedenen Materialien

Das Verhältnis zwischen dem Basissubstrat und dem aufzuschweißenden Material spielt während der Aufbringung eine wichtige Rolle. Einer der Kern-Know-how-Punkte des Prozesses ist die Vereinbarkeit der verschiedenen Materialkombinationen. In zahlreichen Untersuchungen wurden verschiedene Varianten und Kombinationen analysiert, sodass der Prozess mit höchster Qualität, die auch den strengsten Kriterien der Luft-fahrtindustrie standhält, durchgeführt werden kann.

Die Charakteristika des Verbindungsbereiches bestimmen die Qualität der Bindung zwischen den beiden Materialien; sie entscheidet somit über die Endfestigkeit des Produkts. Das Hybridsystem ist in der Lage, hochwertige Metallbauteile wiederaufzubereiten, um ihnen ein zweites Leben zu geben, damit kein Neuteil gefertigt werden muss. Dadurch können entscheidende Kostenvorteile erzielt werden, insbesondere bei hochwertigen und komplexen Bauteilen.

Optimale Integration jedes Schrittes

Unter Einsatz einer Hybridmaschine ist es möglich, die beschädigte Stelle durch Abfräsen des verschlissenen Teils zu entfernen, dann das Material mithilfe der Auftragschweißung wieder aufzubauen, ohne dass das Bauteil zwischen den einzelnen Bearbeitungsstadien aus der Maschine genommen werden muss. Dies ist ein Garant für Präzision, Wiederholbarkeit und Reproduzierbarkeit.

Wichtig für den Erfolg eines solchen Systems ist auch die optimale Integration eines jeden Schrittes der gesamten Prozesskette. Deshalb steht für die einzelnen Bereiche der Hybridmaschinen das komplette Prozess-Know-how verschiedener Partner zur Verfügung. Die adaptive Frässoftware wurde gemeinsam mit Delcam umgesetzt, jede andere Software ist ebenfalls integrierbar. Die Prozess- und Materialanalyse erfolgte mit dem britischen Manufacturing Technology Centre und die Entwicklung der Lasereinheit wurde von Hybrid Manufacturing Technologies beigesteuert. MM

* Alexander Pieler ist Manager Global Key Account der Hamuel Maschinenbau GmbH & Co. KG in 96484 Meeder

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