Robotik

Multitalent Roboter als Filmstar und Attraktion in Freizeitparks

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„Die erste größere Installation mit zehn Robocoastern war dann im Legoland Deutschland in Günzburg”, erinnert sich der Kuka-Manager. „Dann kamen die Installationen im Legoland Billund in Dänemark und Carlsbad in den USA.” Die Besucher können aus fünf verschiedenen Fahrprogrammen, von gemütlich bis rasant, auswählen. Anschließend startet der Bediener der Anlage das ausgesuchte Programm.

Robocoaster erfüllt die höchsten Normen für Fahrgeschäfte

Dass auch bei wilden Drehungen und gewagten Loopings die Sicherheit nicht zu kurz kommt, betont Fornoff: „Beim Personentransport erfüllen wir seit Jahren die höchsten Normen für Fahrgeschäfte.” Der Robocoaster sei der erste für den Passagierbetrieb zugelassene Roboter mit TÜV-Zertifizierung nach EN 13814 (DIN 4112). Seine Strukturkomponenten und Getriebe seien zu 100 % zertifiziert. „Inzwischen ist auch einiges Wissen in das industrielle Geschäft eingeflossen und wird bei zukünftigen Kuka-Produkten von Anfang an vorgesehen“, verweist der Entertainment-Experte auf Synergieeffekte. Zum Beispiel seien die Berechnungsmethoden und Risikoanalyseverfahren der Fahrgeschäfte sehr fortschrittlich. „Dort konnten wir eigenes Wissen erweitern und auch für industrielle Anlagen nutzen.”

Verfahrbare Laserroboter trachten Bondgirl Halle Berry nach dem Leben

Aber Kuka-Roboter haben auch beim Film Karriere gemacht – und das vor und hinter der Kamera. Der Auftakt war gleich spektakulär: Im James-Bond-Kinofilm „Stirb an einem anderen Tag” agieren fünf Roboter an der Seite von Pierce Brosnan und Halle Berry. Die Filmemacher hatten sich eine Szene ausgedacht, in der hängend montierte und auf Schienen verfahrbare Kuka-Laserroboter dem Bondgirl mit ihren Strahlen gefährlich nahe kommen. Normalerweise werden diese Roboter zum Laserschneiden von Diamanten eingesetzt. Es folgten Filmszenen in „Tomb Raider – Die Wiege des Lebens”, wo die Roboter versuchen, eine geheimnisvolle Kugel zu decodieren, in „Thunderbirds” und „The Da Vinci Code”.

„Der Einsatz hinter der Kamera, also bei der Kameraführung, startete mit dem technischen Fortschritt in der Kinofilmtechnik”, erklärt Fornoff. Die heutigen Kinofilme werden alle mit hochauflösenden digitalen Kinofilmkameras gedreht. Der Kamerahersteller RED aus den USA bot als erster eine kleine hochauflösende digitale Kinofilmkamera im 35-mm-Segment an. „Diese Miniaturisierung ermöglichte erst den Einsatz auf kleineren Robotern. Heute haben wir mit dem Leichtbauroboter LBR iiwa sogar eine mobile Lösung, die man im Flugzeug mitnehmen kann.”

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