Werkstofftechnik

Nachhaltige BASF-Kunststoff-News zur Fakuma

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Kunststoffverpackungen für den Wertstoffkreislauf

Mit dem besonderen Portfolio an Ultradur-FC-Typen (ebenso PBT) für Kaffeekapseln denke BASF ganz neu, um maßgeschneiderte, nachhaltige Produkte dieser Art zu schaffen. Zusammen mit dem Basismaterial Ultradur B1520FC R01 werden daraus weitere produktspezifische Ausprägungen und Services angeboten, die vom Kunden beliebig einzeln eingesetzt oder in Summe kombiniert werden können. So winkten etwa Gewichtseinsparungen bis zu 40 Prozent und die Barriereeigenschaften (in Sachen Sauerstoffangriff) könnten noch weiter optimiert werden. Außer den konventionellen PBT-Typen werden auch chemisch recycelte (ChemCycling)- und Biomass-Balance-Varianten angeboten, die, wie die BASF verspricht, zu signifikanten CO2-Einsparungen führen.

Zum PBT-Portfolio gehört auch Ultradur B6560 M2 FC TF, das, wie BASF betont, weltweit erste PBT für die Extrusion von Folien und für das Tiefziehen (Vakuumverformung) von Lebensmittelverpackungen. Das Monomaterial habe auch sehr gute Barriereeigenschaften. Es ermöglicht als Monomaterial das mechanische Recycling und sorge so für einen geschlossenen Wertstoffkreislauf. Zusammen mit einem der größten Hersteller von Tiefziehmaschinen für Verpackungsprodukte konnte die herausragende Verarbeitbarkeit im Praxistest bestätigt werden, heißt es dazu.

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Von der Babyflasche bis zum Elektrofahrzeug

Und mit dem Polysulfon-Typ Ultrason (PAES = Polyarylethersulfon) eröffne man etwa der Haushaltsbranche und dem Automobilsektor weitere Anwendungsfelder. BASF zeigt auf der Fakuma in diesem Zusammenhang anhand von verschiedenen Wasser- und Babyflaschen, welche Verarbeitungs- und Designmöglichkeiten Ultrason bietet, um für sichere, stabile und formschöne Produkte zu sorgen. Und für die Automobil- sowie für die Elektrotechnik wurden neue Materialien entwickelt, die eine hohe Kriechstromfestigkeit (CTI) haben und damit neuartige Bauteile für Elektrofahrzeuge und E&E-Anwendungen aus der Taufe heben können.

Ein PPA für Brennstoffzellen und Elektronik

BASF bietet mit Ultramid Advanced N (PPA = Polyphthalamid) eine gute Alternative zu aus Aluminiumdruckguss hergestellten Bauteilen, wie sie in Brennstoffzellen-Antrieben für Busse und Lieferfahrzeuge typisch sind. Mit einem Thermostatgehäuse und einem Medienverteiler belegen die BASF-Experten auf der Fakuma die thermische und chemische Beständigkeit dieses Kunststoffs, seine guten mechanischen Eigenschaften (etwa seine hohe Schlagzähigkeit) sowie die gute Dimensionsstabilität und das stabile Langzeitverhalten.

Die BASF präsentiert auch eine ganz neue Ultramid-Advanced-N-Variante, die sich ideal für Steckverbinder, die mittels Surface Mount Technology (SMT) nachbearbeitet werden, eignet, heißt es weiter. Das Unternehmen liefert dieses neue Polyamid 9T in kundenspezifischen, stabilen Farbtönen. Das neue PPA erhöht die Robustheit, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit von Strom- und Datensteckern in der Elektronik: Etwa bei Computern, Servern, Smartphones oder tragbaren Elektrogeräten aus dem Haushalts- und Unterhaltungssektor.

Ein biobasiertes TPU aus nachwachsenden Rohstoffen

Mit Elastollan N (TPU = thermoplastisches Polyurethan) zeigt BASF einen biobasierten Kunststoff, der das gleiche Leistungsspektrum aufweise wie äquivalente, auf fossilen Rohstoffen basierende Elastollan-Typen. Der auf nachwachsenden Rohstoffen basierende „grüne“ Werkstoffzwilling hat folglich die gleiche hervorragende Zugfestigkeit und Dehnbarkeit bei gleichzeitig hoher UV- und Alterungsbeständigkeit, wie BASF betont. Das biobasierte TPU ermöglicht also auch den Einsatz in allen bereits bekannten Bereichen von Elastollan, wie etwa Kabelummantelungen, Folien und Förderbänder, aber auch für jegliche Art von Spritzgussbauteilen aus der Automobil- und E&E-Industrie.

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