Substitution von Folien Nachhaltiger Automobilleichtbau profitiert von wiederverwendbaren Vakuumhauben

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Kaupo, Spaichingen, will die Nachhaltligkeit von Prozessen im Automobilleichtbau verbessern. Dazu hat der süddeutsche Spezialist für Kautschuk und Polyurethane wiederverwendbare Vakuumhauben für die Vakuuminfusion und das Handlaminieren entwickelt

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Bei der Herstellung der CFK-Motorhaube im Vakuuminfusionsverfahren kam eine wiederverwendbare Vakuumhaube zur Anwendung.
Bei der Herstellung der CFK-Motorhaube im Vakuuminfusionsverfahren kam eine wiederverwendbare Vakuumhaube zur Anwendung.
(Bild: Kaupo)

Basis dafür sind die Kaupo-Produke EZ-Spray Silicone 20 und EZ-Brush Vacbag. Diese sprüh- und streichbaren Additionssilikone wurden zur Herstellung qualitativer, passgenauer und wiederverwendbarer Vakuumhauben entwickelt. Sie substituieren bislang verwendete Einwegfolien. Aufgrund der Wiederverwendbarkeit ergeben sich laut Anbieter eine Reihe von Vorteilen wie reduzierte Produktionskosten und Zeiteinsparung.

Produktionskosten mit Silikonhaube um über 80 % reduzierbar

Eine Silikonhaube, die aus einem der beiden Produkte hergestellt ist, lässt sich bis zu 500-Mal einsetzen. Dadurch spart sie nicht nur mehr als 80 % der Produktionskosten ein, sondern revolutioniert das bisher übliche „Einpacken“. Aufgrund der Wiederverwendbarkeit fällt wesentlich weniger Abfall an, was zusätzlich die Entsorgungskosten verringert und gleichzeitig der Umwelt zugutekommt.

Ein weiterer wichtiger Vorteil der wiederverwendbaren Silikonhaube ist, dass sie sich an das Werkzeug anpassen lässt. Dadurch würden bei jedem Produktionszyklus hohe, reproduzierbare Faserlaminatergebnisse ermöglicht. Auch komplexe Werkzeugformen ließen sich passgenau überspannen, heißt es.

Silikon wird mit Pinsel, Spachtel oder maschinell aufgetragen

Bei beiden Produkten handelt es sich jeweils um ein Zweikomponentensystem. Beide Komponenten lassen sich einfach mischen lassen (1:1-Mischungsverhältnis nach Volumen). Das Silikon kann mit einem Pinsel oder Spachtel aufgetragen werden.

Noch einfacher das Aufbringen mit einer Silikonsprühmaschine (Silcon III). Sie verfügt über zwei getrennte Gefäße für die einzelnen Bestandteile des Zweikomponentensystems und einen Zwangsmischer. Aufgrund der kleinen Sprühpistole ist die Maschine einfach zu handhaben. Nachdem das Silikon vollflächig auf dem Werkzeug verteilt wurde, sind nur 20 min Trockenzeit notwendig und die Silikonfolie kann zur Herstellung von Faserlaminaten eingesetzt werden.

Erhebliche Kostenersparnis schon nach sechs Bauteilen

Bereits bei einer Produktionsserie von sechs Teilen ist nach Angaben von Kaupo eine erhebliche Kosteneinsparung zu erwarten. Werden mehr Teile damit hergestellt, ist die Wirtschaftlichkeit dementsprechend höher.

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