Nachhaltigkeit Neuartiger Druckluftfilter kann Deutschland bei der Energiewende voranbringen

Redakteur: Stéphane Itasse

Donaldson hat seinen Ultrapleat-Druckluftfilter in Deutschland offiziell vorgestellt. „Mit dem neuen Filter wollen wir einen Beitrag zur Energiewende in Deutschland leisten“, sagte Geschäftsführer Heiner Carstensen bei einer der Veranstaltung am Sitz der Donaldson Filtration Deutschland GmbH in Haan.

Anbieter zum Thema

Auch Politiker zeigen Interesse: NRW-Wirtschaftsminister Garret Duin (links) lässt sich von Donaldson-Geschäftsführer Heiner Carstensen den neuen Druckluftfilter erklären.
Auch Politiker zeigen Interesse: NRW-Wirtschaftsminister Garret Duin (links) lässt sich von Donaldson-Geschäftsführer Heiner Carstensen den neuen Druckluftfilter erklären.
(Bild: Itasse)

Der neuartige Druckluftfilter zeichnet sich durch eine hohe Filtrationsrate von mehr als 99,9 % bei einem halbierten Differenzdruck aus. „Das ist die Herausforderung: Eine gute Filtrationsrate mit einem geringen Druckverlust zu kombinieren“, erläuterte Carstensen weiter.

Drei Faktoren machen den Druckluftfilter besonders energieeffizient

Wolfgang Bongartz, Product Line Manager, nannte drei Erfolgsfaktoren für die neuartige Technik: ein neues Filtermedium, eine verbesserte Filterbeschichtung, die den Abtransport von Wasser und Öl aus dem Druckluftfilter erleichtert, sowie eine verbesserte Plissierung. „Das neue Filterelement kann sich je nach Kompressorleistung und Strompreis in drei Monaten amortisieren“, sagte Bongartz weiter. Bei kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland, die tendenziell mehr für Strom als im EU-Durchschnitt bezahlen würden, könne es noch schneller gehen.

„Energieeffizienz spielt für unsere Branche eine zentrale Rolle“, erläuterte auch Christoph Singrün, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbands Kompressoren, Druckluft- und Vakuumtechnik. Derzeit betrage der EU-weite Stromverbrauch von Kompressoren 175 TWh pro Jahr, davon entfielen 120 TWh pro Jahr auf die Druckluft. „Wir müssen sehen, dass die Druckluftanlagen im Betrieb weniger Energie verbrauchen“, forderte er.

Hohe Kosten- und Energieeinsparungen durch neuartigen Druckluftfilter möglich

Dass die neuartigen Druckluftfilter dazu beitragen können, erläuterte Dr. Stephan Haep, Vorstandsvorsitzender des IUTA Instituts für Energie- und Umwelttechnik e.V in Duisburg: Nach Berechnungen des Instituts könnten durch die Ultrapleat-Filter in Deutschland bis zu 0,14 TWh pro Jahr eingespart werden, das entspreche Stromkosten von 21 Mio. Euro oder CO2-Emissionen von 70.000 t. EU-weit ließe sich der Stromverbrauch durch die neuartigen Druckluftfilter sogar um 0,8 TWh pro Jahr senken, was 120 Mio. Euro weniger Kosten oder 400.000 t weniger CO2 wären.

„Vieles in der öffentlichen Diskussion um die Energiewende konzentriert sich leider nicht auf die Effizienz, sondern auf die Energieerzeugung“, sagte Garret Duin, Minister für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen. Dadurch habe die Energiewende in den vergangenen drei Jahren für eine fehlende Planungs- und Investitionssicherheit bei den Unternehmen gesorgt. Duin kündigte an, dass dieser Zustand bis zum Sommer beseitigt sein werde.

(ID:42478615)