Hwacheon Neue Europazentrale unterstreicht Partnerschaft zu Hommel

Redakteur: Rüdiger Kroh

Der koreanische Maschinenhersteller Hwacheon ist mit seiner Europazentrale von Düsseldorf nach Bochum gezogen. „Unsere bisherigen Räumlichkeiten waren limitiert”, begründet Klaus Ludwig, Vice President der Hwacheon Machine Tool Co., Ltd den Schritt.

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Als XXL-Modell der Hi-Tech-Baureihe zeigte Hwacheon die 850L. Die Maschine drehtschwere Werkstücke bis 920 mm Durchmesser und 3500 mm Länge.
Als XXL-Modell der Hi-Tech-Baureihe zeigte Hwacheon die 850L. Die Maschine drehtschwere Werkstücke bis 920 mm Durchmesser und 3500 mm Länge.
(Bild: Kroh)

Der Showroom biete jetzt neue Möglichkeiten und durch den gemeinsamen Standort könne man enger mit dem Partner Hommel zusammenarbeiten. „Die gemeinsame Nutzung der vorhandenen Infrastruktur für Präsentation, Vorführung und Services sind ein wichtiges Plus der Partnerschaft zwischen Hwacheon, Wollschläger und Hommel”, betont auch Frank Wollschläger, Geschäftsführer der Wollschläger GmbH & Co. Und Gisbert Krause, Geschäftsführer der Hommel-Gruppe ergänzt: „Zukünftig werden wir die neue Europazentrale zu einem echten Technologiezentrum ausbauen, um in regelmäßigen Kundenworkshops spezielle Bearbeitungslösungen zu präsentieren.”

Hwacheon will kein Billiganbieter sein

Nach einer Umbauzeit von sechs Monaten und einer Investition in Millionenhöhe wurde die Europazentrale von Hwacheon mit einer feierlichen Zeremonie eröffnet. Es schloss sich eine Hausausstellung an, bei der die Unternehmen auf einer Fläche von mehr als 11.000 m2 den rund 450 Besuchern ihr sich ergänzendes Produktprogramm zeigten. Insgesamt 21 Maschinen aus dem Bereich Drehen und Fräsen wurden live unter Span vorgeführt, dazu gab es passende Präzisionswerkzeuge und Schleiftechnik.

Die Hwacheon-Gruppe macht weltweit einen Umsatz von knapp 600 Mio. US-Dollar. Auf den Bereich Werkzeugmaschinen entfallen dabei nahezu 450 Mio. Dollar. Der Exportanteil beträgt derzeit 37 %. „Noch vor drei Jahren lag er bei 17 % und unser Ziel heißt 50 %”, erklärt Vice President Ludwig. Dabei sehe man sich keineswegs als Billiganbieter, sondern setzte auf hohe Qualität. Daher habe der deutsche Markt auch eine große Bedeutung. „Deutschland war für uns 1979 der erste Exportmarkt”, berichtet Young-Doo Kwon, President und CEO von Hwacheon, „und weil die Ansprüche hoch sind, ist der deutsche Markt sehr wichtig für uns.”

2012 rund 100 Hwacheon-Maschinen in Deutschland verkauft

Im vergangenen Jahr wurden hierzulande rund 100 Hwacheon-Maschinen verkauft. „Und wir sehen noch viel Potenzial in Deutschland”, urteilt Hommel-Chef Krause. „In drei bis fünf Jahren streben wir einen Absatz von 200 bis 250 Maschinen an.”

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