Warmwandler Neuer 3D-Druck mit sich ändernden Farben bei Temperatureinfluss

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Per spezieller 3D-Druck-Technik können die Farben der additiv gedruckten Objekte durch nachgeschaltete Wärmebehandlung geändert werden. Das hat man am MIT mit der Universität Delft entwickelt.

Forscher vom MIT und der technischen Universität Delft schaffen es, dass 3D-gedruckte Objekte ihre Farbe wechseln und strukturiert werden können. Das soll der additiven Fertigung noch mehr Schwung geben ...(Bild:  TU Delft)
Forscher vom MIT und der technischen Universität Delft schaffen es, dass 3D-gedruckte Objekte ihre Farbe wechseln und strukturiert werden können. Das soll der additiven Fertigung noch mehr Schwung geben ...
(Bild: TU Delft)

Mit einer neuen Art zu druckten können Forschern des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und der Technischen Universität Delft ohne Unterbrechungen Objekte herstellen, die verschiedene Farben, Schattierungen und Texturen aufweisen, wie es heißt. Das Verfahren trägt den Namen „Speed-modulated ironing“ (quasi geschwindigkeitsmoduliertes Bügeln), weil es tatsächlich ans Bügeln von Kleidung erinnert, so die Beteiligten. All das soll das Ziel haben, mit wenigen Farben – man denke an übliche Bürodrucker – diverse Eigenschaften zu erzeugen. Schauen wir uns das Ganze mal an ...

Mit zwei Düsen zum gewünschten 3D-Druck-Teil

Genauer gesagt, verwenden die Wissenschaftler dazu einen 3D-Drucker mit zwei Düsen. Die erste Düse trägt eine wärmeempfindliche Schicht auf, die später per Luftstrom aus der zweiten Düse erwärmt wird. Das Material sei so konzipiert, dass es sich je nach zeitlicher Einwirkung von warmer Luft unterschiedlich verfärben kann. Aber auch wie schnell sich die Düse über die von der ersten Düse aufgebrachte Schicht bewegt, entscheidet über die Veränderung, wie die Forscher weiter ausführen. Zusätzlich sorgt die Wärme dafür, dass die Bauteiloberfläche strukturiert wird. Die zweite Düse ist damit sozusagen das Bügeleisen, das die zuerst aufgetragene Schicht bearbeitet. Mit dieser Technik könnten etwa strukturierte Griffe hergestellt werden, die für Personen mit einer Handschwäche leichter festgehalten werden könnten. Außerdem entwickelte man ein Modell, das die Wärmemenge vorhersagen kann, die die zweite Düse je nach Geschwindigkeit auf das Material überträgt. Das Modell ist die Grundlage für eine Benutzeroberfläche, die automatisch Druckanweisungen generiert, mit denen die gewünschten Farb-, Schattierungs- und Texturspezifikationen definiert werden können, so die Forscher. Weil man mit dem „Bügeldrucken“ Zeit und Material spart, werden künftige Bauteile günstiger, sagen die Experten.

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