Unterirdisch! Neuer Beweis! Wasserstoff kann man im Salzstock lagern

Quelle: dpa

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Der Wasserstoff als Energielieferant rückt in den Fokus vieler Entwicklungen. Seine Speicherung ist nicht trivial, doch könnte es nun eine wirtschaftliche Alternative geben.

Blick in einen Salzstock. Vielen bekannt ist, dass man darin Atommüll lagern kann. Doch, auch wenn die Idee nicht mehr ganz neu ist, sind manche dieser Höhlen auch für die Lagerung von Wasserstoff geeignet. Eine neue Studie unterstützt jetzt diese These und macht Hoffnung.(Bild:  dpa)
Blick in einen Salzstock. Vielen bekannt ist, dass man darin Atommüll lagern kann. Doch, auch wenn die Idee nicht mehr ganz neu ist, sind manche dieser Höhlen auch für die Lagerung von Wasserstoff geeignet. Eine neue Studie unterstützt jetzt diese These und macht Hoffnung.
(Bild: dpa)

Wir erinnern uns: Wasserstoff gilt als Baustein der Energiewende, weil in diesem Gas die schwankenden Strommengen (Flatterstrom) aus Wind und Sonne gespeichert werden können. Wie eine neue Studie diverser Verbände zeigt, kann ein Teil der deutschen Gasspeicher auch für die Lagerung von Wasserstoff genutzt werden. Eine Idee, die man allerdings schon länger verflogt. Laut der Untersuchung „Wasserstoff speichern – soviel ist sicher“ könnten die betreffenden Gasspeicher (Kavernenspeicher) mit etwas Umrüstarbeit für die Speicherung von 32 Terrawattstunden Wasserstoff vorbereitet werden. Kavernenspeicher sind große Hohlräume in unterirdischen Salzformationen, wie zum Beispiel Salzstöcken. Daneben gibt es noch Porenspeicher, bei denen Gas in poröses Gestein gedrückt wird, erklären die Experten.

Mit rund 13 Milliarden Euro wird Klimaziel erreichbar

Aber nur vier von sechzehn dieser vorhandenen Speicher sind laut Aussage der Spezialisten für die Lagerung von Wasserstoff nutzbar. Weitere 41 Terrawattstunden müssten dann noch zusätzlich gebaut werden, um das langfristig gesteckte deutsche Klimaziel zu erreichen, wie es heißt. Für Neu- und Umbau wären demnach Investitionen von bis zu 12,8 Milliarden Euro nötig.

Die Untersuchung wurde übrigens gestern in Berlin vorgestellt. Sie wurde unter der Leitung des Gastechnologischen Instituts in Freiburg erstellt. Der Bundesverband Erdgas, Erdöl und Geoenergie, der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches und die Initiative Energien Speichern sind die Auftraggeber, wie man erfahren darf.

Anmerkung: Bei Berlin baut zum Beispiel EWE derzeit in rund 1.000 Metern Tiefe einen kleinen Kavernenspeicher im Salzgestein. Dort soll nur Wasserstoff gespeichert werden. Noch in diesem Jahr soll es erste Einschätzungen über die Nutzbarkeit geben.

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