Wenig Auftrieb Neuer Boeing-Chef tritt schweres Erbe an

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Ein Branchenveteran soll Boeing aus der Krise führen. Der US-Flugzeugbauer stellte nämlich den 64-jährigen Kelly Ortberg als neuen Chef vor.

Entscheidung gefallen! Branchenmedien machten sich schon länger Gedanken, wer künftig auf dem Boeing-Chefsessel sitzen wird. Gemunkelt wurde über Stephanie Pope, Pat Shanahan und Kelly Ortberg (Bild). Letzterer machte das Rennen! Doch Boeing trudelt bekanntlich ...(Bild:  Jh. Inglors)
Entscheidung gefallen! Branchenmedien machten sich schon länger Gedanken, wer künftig auf dem Boeing-Chefsessel sitzen wird. Gemunkelt wurde über Stephanie Pope, Pat Shanahan und Kelly Ortberg (Bild). Letzterer machte das Rennen! Doch Boeing trudelt bekanntlich ...
(Bild: Jh. Inglors)

Ortberg soll demnach am 8. August die Boeing-Führung übernehmen. Er kümmerte sich zuvor unter anderem um den großen Zulieferer Rockwell Collins. Boeing steht bekanntlich nach einer Pannenserie unter Druck, die Qualitätskontrollen zu verbessern. Erst dann werde der Airbus-Konkurrent die Produktion seines wichtigen Modells Boeing 737 ausbauen können. Im vergangenen Quartal verfehlte Boeing die Erwartungen der Wall Street, denn der Umsatz lag unter den Schätzungen der Analysten. Gleichzeitig fiel der Verlust höher aus. Die Aktie legte im vorbörslichen Handel nach Ortbergs Berufung dennoch zeitweise um über drei Prozent zu. Sein Vorgänger Dave Calhoun hatte zuvor den Rückzug bis zum Jahresende angekündigt.

Bei Boeing dominiert der Krisenmodus

Boeing steckt schon seit den Abstürzen zweier 737-Max-Jets mit 346 Toten vor über fünf Jahren in einer Dauerkrise. Ein über mehr als 20 Monate verhängtes Startverbot für die Maschinen der Baureihe und Probleme mit weiteren Modellen warfen den Hersteller weit hinter den europäischen Rivalen Airbus zurück. Und als Anfang des Jahres auch noch ein Rumpfteil aus einer fast neuen 737-9 Max von Alaska Airlines herausbrach, griff die US-Luftfahrtbehörde FAA durch. Boeing darf die Produktion der gesamten 737-Reihe vorerst nicht mehr über 38 Maschinen pro Monat ausweiten. Boeing hatte aber

50 Flugzeuge pro Monat angepeilt, um Lieferrückstände abzubauen. Airlines wie Southwest und Ryanair mussten nun ihre Pläne zum Kapazitätsausbau zusammenstreichen.

Boeing fährt wieder Verluste ein

Im vergangenen Quartal fielen die Auslieferungen in der Verkehrsflugzeug-Sparte im Jahresvergleich um 32 Prozent (auf 92 Maschinen). Die Erlöse schrumpften in ähnlicher Größenordnung auf sechs Milliarden Dollar. Konzernweit sank der Umsatz um 15 Prozent auf knapp 16,9 Milliarden Dollar (15,57 Milliarden Euro). Analysten hatten im Schnitt mit über 17,4 Milliarden Dollar gerechnet. Alles in allem musste Boeing einen Verlust von 1,44 Milliarden Dollar verkraften – nach bereits roten Zahlen von 149 Millionen Dollar ein Jahr zuvor.

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